Das Anti-counterfeiting Trade Agreement (ACTA) ist ein internationales Handelsabkommen mit dem Ziel, Urheberrechte auch international durchzusetzen. Das Abkommen ergänzt das TRIPS-Abkommen von 1994 im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO).
ACTA soll also eigentlich vor Urheberrechtsverletzungen schützen, ist jedoch ein massiver Eingriff in die Privatsphäre.
ACTA braucht wie alle internationale Abkommen das Okay des EU-Parlaments, um bei uns in Kraft zu treten. Die Linksfraktion GUE/NGL wird sich weiter querstellen und unterstützt die europaweiten Proteste von Bürgerinnen und Bürgern gegen die Datenkrake.
Die deutsche Bundesregierung hat im Zuge der massiven Proteste die Unterzeichnung von ACTA gestoppt.
Wenn das Acta-Abkommen in einem Land nicht ratifiziert wird, tritt es in der EU nicht in Kraft!
Das Abkommen muss sowohl vom EU-Parlament als auch von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden. Das Europäische Parlament wird voraussichtlich im Spätsommer abstimmen. Dann würde auch der Bundestag über Acta abstimmen – wenn die Bundesregierung vorher unterschreibt.