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Keine Entschuldigung für feigen Mord

Martina Michels, Mitglied der Delegation des Europaparlaments für die Beziehungen zu Israel, verurteilt die Attentate in Tel Aviv, bei denen am gestrigen Abend vier Menschen getötet und 16 weitere verletzt wurden.

„Dieser feige Mord an der Zivilbevölkerung ist nicht zu entschuldigen. Ich bin empört, dass die im Gazastreifen herrschende Hamas den Anschlag rechtfertigt und lobt.“ Zugleich warnte sie vor unbedachter Vergeltung seitens der israelischen Regierung: „Erhöhtes Bedürfnis nach Sicherheitsmaßnahmen ist allzu verständlich. Die Täter gehören vor Gericht. Sippenhaft jedoch ist das falsche Mittel. Kein fanatischer Attentäter ändert seine Pläne, nur weil er annehmen muss, dass sein Dorf nach seinem Anschlag unter Repression zu leiden haben wird.“

Michels begrüßte die Reaktion des Bürgermeisters von Tel Aviv, der unmittelbar nach den Anschlägen zum Streben nach Frieden aufrief und betonte, dass Terrorismus das Land nicht überwältigen werde. Der jüngsten Gewaltwelle in Israel und den Palästinensergebieten fielen seit Oktober mindestens 207 Palästinenser, 28 Israelis und vier Ausländer zum Opfer.

 

Hintergrund

Der Anschlag ereignete sich am späten Mittwochabend im Ausgehbezirk Sarona in Tel Aviv. Noch in der Nacht war das Dorf der Attentäter, das sich nahe Hebron befindet, abgeriegelt und Reisegenehmigungen nach Israel für Palästinenser während des Fastenmonats Ramadan zurückgezogen worden. Ein Hamas-Sprecher hatte den Anschlag gelobt. In der vergangenen Woche hatte Frankreich zu einer neuen Friedensinitiative im Nahen Osten eingeladen.

 

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