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Presseschau: EU-weiter Schutz für Whistleblower

NDR, Guardian u.a. berichtet über den offenen Brief von EU-Abgeordneten zum Schutz von Whistleblowern

In einem offenen Brief haben sich Europaparlamentarierer fast aller Fraktionen für einen EU-weiten Schutz von Whistleblowern ausgesprochen. Der Brief, der an die beiden LuxLeaks-Whistleblower Antoine Deltour und Raphael Halet adressiert ist wurde von 108 Abgeordneten unterschrieben und u.a. von Fabio De Masi initiert. Die nationale wie internationale Presse berichten über den offenen Brief der EU-Parlamentarier:

 

7. September 2016

NDR - NORDDEUTSCHER RUNDFUNK

Hundertfacher Ruf nach Whistleblower-Schutz, von Jan Lukas Strozyk

"[...] Parlamentarier fast aller Fraktionen des Europaparlaments wollen sich nun in einem offenen Brief für einen besseren Schutz von Whistleblowern auf EU-Ebene einsetzen. Der Brief, der dem NDR vorab vorliegt, ist von 108 Abgeordneten unterschrieben, unter anderem aus den Fraktionen der Christdemokraten, Grünen, Linken, Liberalen und Sozialdemokraten. Er ist adressiert an Antoine Deltour und Raphael Halet. [...]

Fabio De Masi, Europa-Abgeordneter für die Linke und einer der Initiatoren des Briefes, sagte dem NDR: "Die EU verteidigt im Binnenmarkt die Freiheit der Konzerne zu Steuertricks, während Whistleblower verurteilt werden. Dies widerspricht jedem Gerechtigkeitsverständnis und ist inakzeptabel." [...] 

Auch für die Wirtschaftsprüfer von PwC hatte die Enthüllung keine juristischen Folgen. Im Zuge des Prozesses kamen weitere Details zur engen Zusammenarbeit von PwC und den Luxemburger Steuerbehörden ans Licht. So sagte Halet aus, dass der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Blankodokumente mit offiziellem Briefkopf der Steuerbehörde zur Verfügung gestellt worden waren. Diese haben Mitarbeiter von PwC offenbar im Namen der Steuerbehörden ausgefüllt und dann nur noch von den Beamten unterschreiben lassen. [...]

 "Hier muss Luxemburg endlich reinen Tisch machen und die Korruptionsvorwürfe aufklären, bevor aufgrund von Verjährung die Handhabe verloren geht", sagt Linke-Politiker de Masi. [...] 

"In Deutschland stehen Whistleblower nicht besser da, als in den Steueroasen wie Luxemburg und Schweiz. Bei jedem Skandal fließen Krokodilstränen, aber die große Koalition erfüllt hier nicht einmal ihren eigenen Koalitionsvertrag", sagt de Masi. Deutschland müsse "viel mehr gegen schmutzige Geschäfte und Geldwäsche vor der eigenen Haustür tun". [...]"

Der Artikel "Hundertfacher Ruf nach Whistleblower-Schutz" von Jan Lukas Strozyk kann auf der Webseite des NDR kostenfrei abgerufen werden.

 

International

09/09/2016

LE QUOTIDIEN (Luxembourg)

Eurodéputés avec Halet et Deltour, par Sylvain Amiotte

"[...] Dans leur courrier, les eurodéputés, parmi lesquels des militants actifs de la transparence fiscale comme les Verts Eva Joly, Sven Giegold et Fabio de Masi, commentent le verdict du 29 juin : «Nous ne pouvons qu'être d'accord avec le juge Marc Thill qui a souligné dans ses délibérations que vous devriez tous deux être considérés comme des lanceurs d'alerte», écrivent-ils, soulignant que les données révélées relèvent d'un «intérêt général crucial».

«Nous respectons bien sûr l'indépendance de la justice luxembourgeoise, mais nous avons été en colère et choqués par votre condamnation malgré la reconnaissance de votre statut par le tribunal», poursuivent les eurodéputés. Ceux-ci affirment prendre «très au sérieux» l'absence d'une législation protégeant les lanceurs d'alerte, tant au niveau national qu'européen. Absence qui avait été mise en avant par les magistrats luxembourgeois pour expliquer leur jugement. [...]"

L'article apparaît dans le journal Le Quotidien à la page 8

 

08/09/2016

THE GUARDIAN (UK)

MEPs offer support to convicted LuxLeaks whistleblowers, by David Pegg

"[...] Fabio De Masi, the German MEP who organised the letter and vice-president of a committee investigating the Panama Papers, criticised the Luxembourg authorities for also appealing against the acquittal of Edouard Perrin, a French investigative journalist accused of helping Halet.

“It’s absolutely absurd that a journalist who covered Luxleaks is being brought to court,” said De Masi. “This is a fundamental threat to press freedom. It’s his job to cover these issues.” [...]"

The article "MEPs offer support to convicted LuxLeaks whistleblowers" by David Pegg is available on theguardian.com

 

TAX JUSTICE NETWORK (UK)

"You may have heard that Luxembourg prosecutors aren’t satisfied with the the 12th chamber of the Criminal Court of Luxembourg’s verdicts for the so-called #LuxLeaks whistleblowers Antoine Deltour and Rapahel Halet and they are appealing. That means these two men will once again face a Luxembourg court, probably by the end of the year. It was bad enough that these public spirited heroes were dragged through the courts in the first place, with Deltour receiving suspended 12-month jail time and a €1,500 fine and Halet sentenced to suspended 9-month jail time and a €1,000 fine.As far as that verdict was concerned Antoince Deltour was in no doubt about its significance, calling it “a warning towards future whistleblowers, which is detrimental to citizen’s information and the good functioning of the democracy.”[...] "

The article is available on taxjustice.com

 

LUXEMBURGER TAGEBLATT (Luxemburg)

EU-Abgeordnete fordern Whistleblower-Schutz

"108 EU-Parlamentarier aus fast allen Fraktionen stellen sich in einem offenen Brief hinter die verurteilten "LuxLeaks-Informanten".

...

"Die EU verteidigt im Binnenmarkt die Freiheit der Konzerne zu Steuertricks, während Whistleblower verurteilt werden. Dies widerspricht jedem Gerechtigkeitsverständnis und ist inakzeptabel", sagte Fabio De Masi, Europa-Abgeordneter für die Linke und einer der Initiatoren des Briefes gegenüber dem NDR..."

Der vollstänige Artikel ist auf der Seite des Luxemburger Tageblatts online abrufbar.

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