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Pariser Klimavertrag: Jetzt müssen Taten folgen!

Cornelia Ernst

Heute stimmte das Europäische Parlament mit einer großen Mehrheit von 610 Stimmen bei 38 Gegenstimmen und 31 Enthaltungen für die Annahme des Pariser Klimavertrags. Dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament:

„Ich begrüße, dass das Abkommen mit so großer Mehrheit des Europaparlaments angenommen wurde. Es markiert einen Wendepunkt, denn die 187 Vertragsparteien verpflichten sich, ihre Treibhausgasemissionen zu senken und im Rahmen des Überarbeitungsmechanismus alle fünf Jahre die Reduktionsziele anzuheben. Allerdings müssen nun auch Taten folgen: die bisher abgegebenen Verpflichtungen der Mitgliedstaaten, ihre Treibhausgase zu senken, würden zu einer katastrophalen Klimaerwärmung von 3,5 Grad führen!"

"Das europäische Emissionshandelssystem muss dringend reformiert werden, um sicherzustellen, dass eine Tonne CO2 mindestens 40 Euro kostet, und nicht, wie momentan, vier Euro. Denn vier Euro sind schlicht zu preiswert, um die Industrie dazu zu bringen, CO2-arme Technologien anzuwenden. Auch das EU-Ziel, bis 2030 die Treibhausgase um mindestens 40 Prozent zu senken, muss ambitionierter sein.

Schon 2014 hatte die EU ihre Treibhausgase um 23 Prozent gesenkt, und damit das Ziel von 20 Prozent Senkung bis 2020 bei weitem übertroffen. Außerdem brauchen wir einen ambitionierten Ausbau der erneuerbaren Energien - das Ziel von 27 Prozent reicht überhaupt nicht aus! Und natürlich müssen diese Ziele im Rahmen der überarbeiteten Erneuerbaren-Energien-Richtlinie für die Mitgliedstaaten verbindlich sein.“

 

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