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Trump sät Wind, weil er Sturm ernten will

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Helmut Scholz

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Helmut Scholz, handelspolitischer Sprecher der Delegation die DIE LINKE. im Europäischen Parlament und Koordinator für die EP-Linksfraktion GUE/NGL im Ausschuss für Internationalen Handel (INTA) zur Entscheidung der US-amerikanischen Trump Administration, ab dem 1. Juni einseitig weitere Zölle in Höhe von 25 und 10 Prozent auf alle Stahl und Aluminium-Exporte aus der EU in die USA zu erheben.

„Mit der Verhängung von zusätzlichen Zöllen gegen die Stahl- und Aluminiumeinfuhren aus der Europäischen Union hat Präsident Trump einen entscheidenden Schritt zur Untergrabung der internationalen Handelsordnung getan. Er will die Rechtsordnung der WTO durch das Recht des Stärkeren ersetzen,“ kritisiert Helmut Scholz.

Scholz bekräftigt die Notwendigkeit für die EU-Kommission und den Rat, nun ruhig und mit Vernunft zu reagieren: „Es ist richtig, im Rechtsrahmen der WTO zu verbleiben und dort unverzüglich und entschieden den Fall vor das zuständige Schiedsgericht der WTO zu bringen. Gemeinsam mit allen anderen betroffenen Staaten sollten wir nun ein klares Bekenntnis zur Rechtstaatlichkeit und zum Prinzip der Gleichheit vor dem Recht ablegen. Trump handelt illegal.“

„Einen Handelskrieg lehne ich entschieden ab. Durch Strafzölle und Sanktionen drohen für alle Beschäftigten in den unterschiedlichsten Bereichen negative Folgen, weil die international verzahnte Wirtschaft und Produktion nicht mehr nur national oder bilateral gesehen werden kann. Wertschöpfung erfolgt heute zunehmend entlang global verzweigter Produktionsketten.“

„Eine Lösung sehe ich nun in zwei Schritten: Wir sollten im Rahmen der OECD auf eine unverzügliche Tagung des Globalen Stahl-Forums drängen, um die notwendigen Konsequenzen aus dem Markteingriff der US-Amerikaner auf die weltweite Angebotssituation für Stahl und Aluminium gemeinsam festzulegen. Dabei muss die Sicherung von Arbeitsplätzen Priorität haben. Das muss noch im Verlauf der gerade in Paris ablaufenden OECD-Ministertagung aktiv angegangen werden.“

„In diesem Zusammenhang spreche ich mich erneut und deutlich für eine schnellstmöglich abzustimmende, gemeinsame Strategie von EU-Kommission, dem EU-Wirtschafts- und Sozialrat unter aktiver Einbeziehung der Gewerkschaften, vor allem in den betroffenen EU-Mitgliedstaaten, als auch des ETUC und IndustriAll, sowie der Mitgliedstaaten und entsprechenden Industrievereinigungen aus.“

„Den zweiten Schritt sehe ich in der Diversifizierung unserer Wirtschaftsbeziehungen. Diese Krise ist auch eine Chance, unsere europäischen Wirtschaftsinteressen zu artikulieren und auf unsere potentiellen Partner auf dem eurasischen Kontinent, in Lateinamerika und in Afrika mit verbesserten, fairen Angeboten zuzugehen und dafür auch die multilateralen Handelsstrukturen weiter zu entwickeln und zu stärken.“

Scholz meint abschließend: „Wir müssen der Gefahr ausweichen, in die von Trump inszenierten Konflikte hineingezogen zu werden. Diese Konflikte sind nicht im europäischen Interesse! Im 21. Jahrhundert darf es keine ‚Ich zuerst‘ -Strategie geben, wenn die riesigen, für alle Staaten bestehenden globalen Herausforderungen doch nur durch gemeinsames Handeln bewältigt werden können.“

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A calm and rational response to Trump’s trade war is the only way forward
 

GUE-NGL MEP Helmut Scholz (DIE LINKE, Germany) condemned President Trump’s unilateral decision to impose heavy tariffs on EU exports of steel (25%) and aluminium (10%) to the US, which will come into effect today. He said:

"By imposing additional tariffs on steel and aluminium imports from the European Union, President Trump has taken a decisive step to undermine international trade regulations. He wants to replace the legal order of the World Trade Organisation (WTO) with the law of the strongest.”

However, he emphasised the need for the Commission and the Council to respond calmly and within reason, rejecting a trade war:

"We should remain within the WTO legal framework and immediately and decisively bring the case before the relevant WTO tribunal. Together with the countries concerned, we should make clear our commitment to the rule of law and the principle of equality before the law. Trump is acting illegally."

"Tit-for-tat tariffs and sanctions threaten all workers in a wide range of sectors, because how interrelated the global economy and production are. They can no longer be treated from a national or bilateral perspective."
 
The Germany MEP advocates for a two-step solution to the current crisis:

"Within the framework of the OECD, we should press for an immediate meeting of the Global Steel Forum to jointly define the necessary response to the American market intervention on the global supply of steel and aluminium. Priority must be given to securing jobs."

“This crisis is also an opportunity to articulate our economic interests and to approach partners in the Eurasian continent and in Latin America and Africa with improved and fair offers and to further develop and strengthen multilateral trade structures."

Scholz argued for a coordinated strategy between the Commission, the Council, industrial associations and crucially, the EU’s Economic and Social Committee with the active involvement of trade unions in member states, the European Trade Union Confederation (ETUC) and IndustrieAll:

"We must avoid being drawn into a conflict staged by Trump. These conflicts are not in the European interest! In the 21st century there cannot be a ‘me first’-strategy when the massive global challenges facing all countries can only be tackled through joint action,” he concluded.
 

GUE/NGL Press Contact: Ziyad Lunat 
BXL +32 228 304 70 | STB +33 3881 74097
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