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Humanitäre Katastrophe auf dem Mittelmeer stoppen

„Täglich sterben Menschen auf der Flucht im Mittelmeer. Die Lebensbedingungen in vielen europäischen Flüchtlingslagern sind unerträglich. Wir müssen den Menschen helfen“, sagt der Europaabgeordnete Martin Schirdewan (DIE LINKE.), kurz vor seiner Abreise auf die griechische Insel Lesbos. Er wird dort unter anderem die Camps Moria und Pikpa ansehen, Aktive der NGO Mare Liberum aus Berlin treffen und Gespräche mit weiteren NGOs führen.

„In Deutschland wird eine Scheindebatte geführt und es werden Ängste geschürt, die fern jeder Realität sind. In diesem Jahr haben bis heute 60.000 Geflüchtete Asyl in Deutschland beantragt. Aber im gleichen Zeitraum sind mindestens 1.400 Menschen im Mittelmeer auf ihrer Flucht ums Leben gekommen. Die Dunkelziffer liegt um ein Vielfaches höher. Wenn an Europas Außengrenzen Tausende sterben, die vor Krieg, Hunger und Elend fliehen, hat Europa versagt.“ Schirdewan weiter: „Doch statt Rüstungsexporte zu stoppen, eine gerechte Handels- und Wirtschaftspolitik umzusetzen und die drohende Klimakatastrophe zu bekämpfen, beschließt die EU, auf Druck rechter und faschistischer Parteien, eine rigide Abschottungspolitik, greift das Grundrecht auf Asyl an und will gefängnisähnliche Lager errichten.“

Schirdewan abschließend: „Ich will wissen, was wirklich im Mittelmeer geschieht. Deshalb werde ich in den kommenden Tagen viele treffen, die auf der Insel Lesbos Geflüchteten helfen. Ich werde ihre Geschichten hören und weitererzählen, damit klar wird, dass die Festung Europa längst existiert. Wegen dieser Festung ertrinken tagtäglich Menschen im Mittelmeer. Wer zu der humanitären Katastrophe schweigt, macht sich zu einem Mittäter.“ 

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