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„Wenn es in einem Land brennt, brennt es überall in Europa.“

Europaparlament gedenkt der Opfer von Waldbränden, betont Rolle von EU-Fonds und Katastrophenschutz für Nothilfen, Wiederaufbau und Vorbeugemaßnahmen

Martina Michels

Kommissionspräsident Juncker sprach in seiner Rede zur Lage der Union über die verheerenden Waldbrände in Griechenland, Schweden und Lettland im Sommer 2018 und die solidarische Hilfe, die über das Katastrophenschutzverfahren der Union von mehreren Mitgliedstaaten geleistet wurde.

Das Europaparlament beschloss heute (Donnerstag) eine Resolution aller demokratischer Fraktionen zu den „Bränden in Mati in der griechischen Region Attika im Juli 2018 und der Reaktion der EU“, die an die schrecklichen Folgen der Brände erinnert: 99 Menschen kamen in Griechenland ums Leben, Hunderte wurden verletzt wurden, Häuser zerstört, Evakuierung hunderter Menschen erforderlich, lokale und regionale Infrastruktur wurde schwer beschädigt, Umweltschäden verursacht, Landwirtschaft und die Wirtschaftstätigkeiten beeinträchtigt. Großes Beileid gilt dem Betroffenen und ebenso Dank den Feuerwehrleuten, der Küstenwache, den Freiwilligen und anderen Menschen, die ihr Leben riskierten, um Brände zu löschen und ihre Mitbürger zu retten. Die Abgeordneten fordern entsprechend, den gemeinsamen Katastrophenschutz zu verstärken.

Martina Michels betont: „Wir verweisen auch noch einmal darauf, wie wichtig die Unterstützung aus den Kohäsionsfonds und dem Solidaritätsfonds der EU bei der Brandverhütung, Notfallmaßnahmen, dem Wideraufbau grundlegender Infrastruktur und Aufräumarbeiten sind.“

Der Resolutionstext hebt außerdem die Tatsache hervor, dass Häufigkeit und Schwere extremer Dürreereignissen und Waldbränden zugenommen haben und dass diese Ereignisse durch den Klimawandel verschärft werden. Kommission und Mitgliedstaaten sind daher aufgerufen, Klimaschutzziele und Klimaschutzstrategien umzusetzen, mit denen den Zusagen entsprochen wird, die im Rahmen des Übereinkommens von Paris (COP 21) gegeben wurden. Zudem müssten die Gefahr von Waldbränden und die ökosystembasierte Waldbewirtschaftung und Landschaftspflege bei der EU-Forststrategie und der EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel besser berücksichtig werden. „Auch bei der praktischen Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen spielen die EU-Regional- und Strukturfonds eine entscheidende Rolle“, erinnert Martina Michels.

Podcast "People affected by forest fires - What Europe does for you" (in englischer Sprache)

 

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