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Gleichstellung

DIE LINKE ebnet den Weg für ein feministisches Europa

Gleichheit von Männern und Frauen ist in der EU-Grundrechtecharta fest verankert. Doch werden Frauen europaweit benachteiligt und diskriminiert. Klischees und patriarchale Vorstellungen von Geschlechterrollen halten sich hartnäckig. DIE LINKE kämpft entschlossen dafür, Frauenrechte und Gleichstellung ganz oben auf die Agenda europäischer Politik zu setzen. Einige Schwerpunkte für ein feministisches Europa sind:

 

Sozial- und Beschäftigungspolitik: In der EU sind deutlich mehr Männer erwerbstätig. Im Durchschnitt verdienen Frauen 16,2 % weniger als Männer. Deutschland liegt mit 21,5 % auf dem drittletzten Platz! Sie arbeiten in schlechter bezahlten Jobs und öfter in Teilzeit. Das führt zu niedrigeren Renten und Armut im Alter. Dazu kommen unbezahlte Hausarbeit und die oftmals alleinige Sorge für Kinder und Angehörige.

Wir fordern gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Wir setzen uns für einen europaweiten Mindestlohn ein und für Renten, die vor Armut schützen. Für die neue EU-Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben kämpfen wir für voll bezahlte Eltern-, Vaterschafts-und Pflegezeiten für alle Beschäftigten in der EU. Wir fordern flexible Arbeitszeiten und Kündigungsschutz für Eltern sowie kostenlose Kitas.

In der EU hat jede dritte Frau körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erlitten. Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: Häusliche Gewalt, Menschenhandel, Vergewaltigung, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Demütigung, Gewalt als Kriegswaffe. Die EU hat 2017 das Istanbul-Übereinkommen gegen Gewalt gegen Frauen unterzeichnet. Wir kämpfen für einen verbindlichen Rechtsrahmen und mehr Mittel für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

In vielen Ländern wird Frauen das Recht verweigert, frei über ihren Körper und ihre Sexualität zu entscheiden. Wir fordern europaweit den Zugang zu legaler und kostenloser Abtreibung. Wir kämpfen für die Rechte von LGBTIQ* - Menschen. Sexuelle Orientierung und/oder Geschlechtsidentität müssen als Fluchtgrund anerkannt werden. Selbstbestimmung und Menschenrechte enden nicht an den Grenzen von Nationalstaaten. Frauen fliehen, weil sie Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind und Gewalt ihnen ein Leben in ihren Heimatländern unmöglich macht. Wir kämpfen für eine Migrationspolitik, die insbesondere die Rechte von schutzbedürftigen Gruppen stärkt.

Alle politischen Entscheidungen müssen systematisch danach beurteilt werden, welche Auswirkungen sie auf Frauen und Männer haben. Gleichstellung ist eine Querschnittsaufgabe. Dafür muss Geld bereitgestellt werden. In allen Bereichen der Gesellschaft müssen mehr Frauen in Entscheidungspositionen sitzen.

DIE LINKE. im Europaparlament arbeitet eng mit Frauenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen zusammen. Uns geht es darum, die Stimmen von Frauen hörbar zu machen. Frauenrechte sind Menschenrechte und nicht verhandelbar.

 

Infos:

https://www.guengl.eu/content/uploads/2016/02/EQUALITY-SOLIDARITY-ACTION-DE.pdf

 

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