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Erasmus+: EU-Förder-Flaggschiff segelt mit voller Kraft in die nächste Dekade

Martina Michels in Bilbao, 2017

Das 1987 als Austauschprogramm für Student*innen ins Leben gerufene Programm hat schon 2014 sein Gesicht stark verändert. Es wurden sieben Einzelprogramme zusammengelegt, die Austauschoptionen für Einzelpersonen und Organisationen unterstützen. Darunter fanden sich Universitäten, Bildungs- und Ausbildungsanbieter, Denkfabriken, Forschungseinrichtungen und auch private Unternehmen in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport. Allein in den letzten 30 Jahren haben mehr als neun Millionen Menschen am Erasmus-Programm teilgenommen, was in 33 Ländern genutzt wird. Darunter auch die Türkei, Nordmakedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein. Das Programm steht darüber hinaus auch weltweit vielen Partnerländern offen. Das 14,7 Milliarden Euro umfassende Budget sollte nach Vorstellung der Kommission auf 30 Milliarden aufgestockt werden, während der EP-Kulturausschuss (CULT) eine Verdreifachung auf 45 Milliarden Euro vorschlug. Martina Michels, Mitglied im Kulturausschuss, kommentiert die heutige Abstimmung zum neuen Haushaltsansatz für das Programm Erasmus+:

„Der Kulturausschuss hat dem Parlament nicht nur die Verdreifachung zur Abstimmung vorgelegt, er hat diese Aufstockung auch mit einem neuen Kapitel untersetzt, das der Beteiligung von Menschen mit geringeren Möglichkeiten, Menschen mit Behinderungen und besonderen Bedürfnissen gewidmet ist. Gemeinsam mit den Sozialdemokrat*innen und den Grünen unseres Ausschusses konnten wir hier den konservativen Berichterstatter Milan Zver überzeugen. Überdies möchte ich hervorheben, dass das neue Programm jetzt auch den Austausch von Vorschulkindern und Erzieher*innen und Lehrer*innen unterstützt und eine besondere Unterstützung von Sprachkursen und E-Learning-Angeboten verankert.

Martina Michels ergänzt: „Die Bürgschaftsfazilität für Studierende - ein Kreditmodell, das wir für falsch halten- ist nicht Teil des neuen Programms. Natürlich ist nicht zu übersehen, dass dieses Programm der einseitigen Wettbewerbsideologie der EU in jeder Faser untergeordnet ist und damit auch die ‚Exzellenz‘-Förderung begründet wird, die selbst den Wettbewerb zwischen Studierenden und Institutionen befördert. Auch wurden die Partnerschaften mit dem privaten Sektor verstärkt. Trotzdem hat unsere Fraktion dem Vorschlag zur Parlamentsposition des neuen Erasmus+ zugestimmt."

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