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Earth Hour: Licht ausschalten als Zeichen für Klima- und Umweltschutz!

Auch in diesem Jahr wird weltweit dazu aufgerufen, am 28. März ab 20:30 Uhr für eine Stunde das Licht auszuschalten. Als Wirtschaftsunternehmen, als Stadt – oder privat. 

Auch in der von COVID-19 geprägten alle Menschen vor enorme Herausforderungen stellende Ausnahmesituation kann fast jede und jeder solidarisch von zu Hause aus ein Zeichen für globalen Klima- und Umweltschutz setzen. Denn noch immer gehen die ergriffenen Maßnahmen auf Bundes- und EU-Ebene nicht weit genug. Die jüngst auf den Weg gebrachten Klimagesetze sind unzureichend. Eine Umsetzung der Pariser Klimaziele sowie der UN-Agenda 2030 mit seinen 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung braucht energischere und verbindliche internationale wie nationale Verpflichtungen.

Die Corona-Pandemie zeigt, wie verletzlich unser globales Handels- und Wirtschaftssystem ist. Gerade die Öffentlichen Güter dürfen keineswegs zum Spielball privater und wirtschaftlicher Interessen gemacht werden. Es ist jetzt – noch in der Coronakrisen-Zeit – notwendig, neue politische und wirtschaftliche Entscheidungen und Umstrukturierungen vorzunehmen. Genügend Lösungsvorschläge und -ansätze aus Politik und Wissenschaft liegen vor. Es gilt, diese nicht nur zu interpretieren, sondern umzusetzen. Im gemeinsamen Kampf gegen das COVID-Virus muss dies solidarisch und weltweit erfolgen. Denn gerade Menschen aus Entwicklungsländern sind und werden am härtesten betroffen sein. Armut, mangelnder Zugang zu Wasser sowie ein sehr unzulängliches und am neoliberalen Sparwahn der Industrieländer orientiertes Gesundheitssystem machen den dringend notwendigen Schutz vor einem Virus wie SARS-CoV-2 extrem schwierig – wie es auch der Fall bei vielen anderen gerade dort auftretenden Krankheiten und ihren Erregern ist.

Der Zusammenhang der Corona-Pandemie und dem Erreichen der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 liegt auf der Hand. Alle 17 Ziele sind miteinander verknüpft und deshalb in ihrer Gesamtheit zu erreichen – darunter Ziel 1 Keine Armut, Ziel 3 Gesundheit und Wohlergehen, Ziel 6 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen sowie Ziel 7 Bezahlbare und saubere Energie – und das Ziel 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele. Dazu ist auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Rahmen des globalen Handelssystems neu aufzustellen. Weniger Ressourcenverbrauch und Warenumschlag, dafür gemeinsame Chancen und faire globale Regeln und Standards für Wissenszugang und Technologieaustausch. Das sollte im Mittelpunkt einer alternativen Handelspolitik stehen. Statt endlosem Wirtschaftswachstum mit enorm hohem Verbrauch natürlicher Ressourcen müssen Vereinbarungen für soziale und ökologische Nachhaltigkeit und Kooperation auf der Tagesordnung stehen und zum Gradmesser einer fairen und ethischen Handelspolitik gemacht werden.

Deshalb: Licht aus! Macht mit! Helmut Scholz, handelspolitischer Sprecher der Delegation

Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)