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EU-Strategie zur Integration des Energiesystems

Europaparlament stimmt über EU-Strategie zur Integration des Energiesystems und die EU-Wasserstoff-Strategie ab.

Cornelia Ernst

Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation Die Linke im Europaparlament, hat sich für eine soziale und ökologische Transformation des Energiesystems eingesetzt. Sie ist auch Schattenberichterstatterin des Berichts zur Integration des Energiesystems und erklärt: „Bei der Energiesystemintegration (ESI) geht es um eine koordinierte Planung und den Betrieb des Energiesystems als Ganzes. ESI ist entscheidend für den Übergang zu einem vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystem. Zwar enthält der Bericht einige Elemente, die kritisch einzuschätzen sind, z.B. die sogenannte Technologie-Neutralität, die einer radikalen Energiewende Gegenwind geben könnte. Insgesamt weist der Bericht in die richtige Richtung, er priorisiert den Ausbau erneuerbarer Energien und stellt die Weichen für das Energiesystem für die Zeit nach 2050.“

Ernst weiter: „Energieinfrastruktur hat eine Lebensdauer von mindestens 40-60 Jahren. Heutige Entscheidungen bestimmen also nicht über das Energiesystem der nächsten 10 Jahre, sondern über das Energiesystem nach 2050 und darüber hinaus. Darum sind weitere Investitionen in fossile Brennstoffe und Kernenergie, die nicht nachhaltig sind, unverantwortlich. Viel mehr müsste in den gerechten Übergang investiert werden, um für die betroffenen Beschäftigten echte Perspektiven zu schaffen. Erneuerbare Energien spielen dabei eine wichtige Rolle. So schafft der Betrieb von Windanlagen im Schnitt zwischen 559 und 1.839 Arbeitsplätze pro GW. Zum Vergleich benötigen Braunkohlekraftwerke gerade einmal 250 Beschäftigte pro GW.“

Weiterhin erklärt sie: „In diesem Zusammenhang ist auch die EU-Wasserstoffstrategie ein wichtiger Bestandteil von ESI und kann in Bereichen, in denen keine direkte Elektrifizierung möglich ist, eine wichtige, aber nicht die entscheidende Rolle spielen. Leider gibt es Bestrebungen, die Entwicklung eines auf fossilen Rohstoffen basierenden Wasserstoffmarktes zu forcieren. Besser wäre es, wenn sich die Wasserstoffproduktion nachfrageorientiert entwickelt und Investitionen ausschließlich in grünen Wasserstoff fließen.“

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