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Positionen: Redebeitrag zur Entwicklung des Kurzstreckenseeverkehrs

Helmuth Markov am 7. Juli 2000 im EP

Die Mitteilung der Kommission zur Entwicklung des Kurzstreckenseeverkehrs in Europa und der darauf fußende Bericht der Kollegin Peijs vermitteln ein gutes Bild über die günstige Entwicklung dieser umweltfreundlichen Verkehrsart in den letzten 2 Jahren in Europa. Insbesondere durch die Entwicklung und Förderung des Kurstreckenseeverkehrs wird ein wichtiger Schritt zur Entwicklung eines multimodalen Verkehrssystems für die EU und die angrenzenden Gebiete getan. Effizienz, Kostengünstigkeit, Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit zeichnen diese Transportart gegenüber dem Straßenverkehr aus und können eine beträchtliche Alternative in den Küstenregionen bilden. Es kommt jedoch auch darauf an, das Zusammenwirken der verschiedenen Transportmodi zu erhöhen, um die jeweiligen spezifischen Stärken am Besten zur Geltung zu bringen. Deshalb sind eine Reihe von europäischen, nationalen und regionalen Fördermaßnahmen der öffentlichen und privaten Hand erforderlich, um die Häfen als Umschlagstation von Personen und Gütern, die der neuralgische Punkt innerhalb der Transportkette sind, gezielt auf die spezifischen Erfordernisse einzustellen und zu entwickeln.

Darüber hinaus gilt es, die technischen und organisatorischen Begleitumstände wie Verwaltungsformalitäten und -dokumente, Zoll- und Verladeverfahren so anzupassen, daß sie einen schnellen und reibungslosen Wechsel von einer Transportart zur Anderen und von einem Land zum Anderen ermöglichen. Spezielle Anreize für die Entwicklung innovativer Technologien, eigene Abfertigungsterminals für den Kurzstreckenseeverkehr und die Integration der Häfen in die Strategien zur Entwicklung der Küstenregionen sollten weitere Schritte zur Unterstützung sein.

Dies ist wesentlich, um den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt und die Verbindungen zwischen den Zentren und den Randgebieten innerhalb der Union zu stärken. Die wachsende ökonomische Zusammenarbeit zwischen der EU und ihren Nachbarländern, der damit verbundene steigende Transportbedarf können über die Integration des Kurstreckenseeverkehrs in die logistische Transportkette "von Haus-zu-Haus" auf effiziente Weise realisiert werden.

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