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Zum Bericht Beazley über den Jugendschutz in den Medien

erklärt die PDS-Europaabgeordnete Feleknas Uca in Strassburg am 11. April 2002

Heute wird im Europäischen Parlament über den Bericht Beazley über den Jugendschutz in den Medien debattiert. Ich begrüße den
Bericht, denn Minderjährige müssen vor der Verbreitung von schädlichen Material in den audiovisuellen Medien geschützt werden. Der
Schutz der Kinder und Jugendlichen liegt mir sehr auf dem Herzen. Die schnelle Entwicklung der neuen Medien hat zwar viele
Fortschritte gebracht, aber Kinder sind häufig schädlichen Inhalten, wie z.B.Gewalt ausgesetzt.

Diese Gefahr wächst zusehends mit der fortschreitenden Entwicklung der neuen Technologien. Kinder, die stundenlang allein vor dem
Bildschirm sitzen, sind ohne ausreichende Medienerziehung nicht in der Lage, die Bilder zu entschlüsseln und die Botschaften zu
analysieren. Ich fordere daher die Mitgliedsstaaten auf, das Fach Medienkunde in den Lehrplan der Kinder und Jugendlichen
mitaufzunehmen. Die Schüler müssen ein Bewusstsein für Medienprodukte entwickeln und einen verantwortungsvollen Umgang mit
den Medien lernen.

Ich begrüße die EU-Richtlinie "Fernsehen ohne Grenzen", in der festgelegt wurde, dass vor Sendungen, die für Minderjährige nicht
geeignet sind, ein akustisches Warnsignal ausgestrahlt wird oder dass Sendungen während der gesamten Dauer durch ein optisches
Mittel gekennzeichnet werden.

Um einen hohen Standard von Schutzvorschriften für Kinder und Jugendliche zu erreichen, müssen die Europäische Kommission eng
mit den Anbietern von Online-Diensten und Verbraucherorganisationen zusammenarbeiten. Ich setze mich dafür ein, dass der Schutz
der Kinder und Jugendlichen gewahrt wird.

Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)