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Zu dem Todesfasten in der Türkei erklärt die PDS-Europaabgeordnete Feleknas Uca:

Seit mehreren Monaten machen Gefangene und auch deren Angehörige auf die Situation in türkischen Gefängnissen und auf die geplanten Einzelzellenverlegungen, die sogenannten F-Typen, durch ein Todesfasten aufmerksam.

Diese Situation hat sich bis heute zugespitzt, so das es schon viele Tote unter den hungerstreikenden Häftlingen und jetzt sogar schon Tote bei den Angehörigen von Häftlingen gibt. Die Zahl von Menschen die dem Tode nahe sind steigt ständig.

Es ist nicht mehr zu ertragen, dass es nicht wenigstens zu ernsthaften Versuchen gekommen ist, diese Situation zu beenden.

Es ist nicht zuviel verlangt von der Türkei, welche in die Europäische Union aufgenommen werden möchte, ein paar geringe Zugeständnisse zu machen, um das Sterben von vielen Menschenleben zu verhindern.

Ich fordere deshalb beide Seiten auf, eine positive Entscheidung für einen friedlichen, politischen Dialog zu treffen und dem Todesfasten somit ein Ende zu setzen.

Feleknas Uca, MdEP

Celle, 18.04.01

Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)