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Gemeinschaftsaktion zur Förderung der Veranstaltung "Kulturhauptstadt Europas" für die Jahre 2005 bis 2019

Herr Präsident, verehrte Kolleginnen und Kollegen,

meine Fraktion unterstützt den Gemeinsamen Standpunkt des Rates - nicht nur, weil in diesem die Bereitstellung eines angemessenen finanziellen Rahmens verankert wurde, sondern auch, weil mit dem veränderten Modell nach der EU-Erweiterung den neuen Mitgliedsländern ermöglicht wurde, sofort an dem Programm zu partizipieren.

Der Titel der europäischen Kulturhauptstadt ist für die europäischen Städte und ihre Bürgerinnern und Bürger eine attraktive Gelegenheit, sich europaweit vorzustellen und damit ihre kulturellen, wissenschaftlichen, städtebaulichen oder historischen Vorzüge oder Besonderheiten zu präsentieren. Im Kontext der Kulturhauptstadtbewerbung erarbeiten diese Städte eigene Entwicklungsprogramme, die auch nach Ablauf des Kulturhauptstadtjahres langfristig positive Auswirkungen für die Stadt und ihre Bewohner haben, und nicht selten kommt es zu intelligenten Innovationen im Tourismuskonzept der Städte, die sich in der Zukunft bezahlt machen und den Ruf einer Stadt als attraktives Reiseziel über das Jahr hinaus bewahren. Diese Chancen nehmen viele Städte wahr. Für das Jahr 2010 haben sich immerhin 10 deutsche Städte beworben, darunter auch meine eigene brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam. Das beweist die Attraktivität dieser Veranstaltung.

Eine Anmerkung möchte ich zu dem Vorschlag der Berichterstatterin zur Einführung von mehr Wettbewerb bei den Bewerbungen machen: ich denke, dass es nicht sachdienlich wäre, wenn ein Mitgliedsland mehr als zwei Städte benennen würde. Immerhin gibt es eine nationale Jury, die die Vorauswahl trifft. Ich stimme allerdings der Berichterstatterin darin zu, dass einheitliche Auswahlkriterien gelten müssen, die dann nicht nur für die europäische, sondern auch die jeweilige nationale Auswahlkommission bindend sein sollten.

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Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)