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"Kinderarmut beseitigen: Es ist Zeit, endlich zu handeln!"

Die Europaabgeordnete Gabi Zimmer (DIE LINKE.) lud am 12.Februar 2009 zu der internationalen Konferenz "Kinderarmut beseitigen - die Rolle der Europäischen Union" des Netzwerkes Eurochild im Europäischen Parlament in Brüssel ein:

"Wir müssen den Kampf gegen Kinderarmut auf allen Politikebenen vorantreiben. Die EU muss konkrete Ziele zur Armutsreduktion formulieren, was das Parlament in dem "Bericht über die Förderung der sozialen Integration und die Bekämpfung der Armut, einschließlich der Kinderarmut, in der EU" unter meiner Federführung getan hat. Die Umsetzung muss jetzt in den Mitgliedstaaten erfolgen. Es ist Zeit, endlich zu handeln!"

Die internationale Konferenz fand am 12. Februar unter reger Beteiligung von Sozialverbänden, Nichtregierungsorganisationen und Abgeordneten des Europäischen Parlaments statt. "Es ist wichtig und ein Erfolg, Politiker und Aktivisten aller Politikebenen zusammengebracht zu haben. Ein ganzheitlicher Ansatz im Kampf gegen Kinderarmut bedarf aber neben dieser vertikalen auch eine horizontale Vernetzung der Politikfelder", so Zimmer.

Inhalt der internationalen Konferenz war der von Eurochild vorgestellte Bericht "Kinderarmut in der EU beseitigen?" ("Ending Child Poverty within the EU?") über die nationalen Ziele der EU-Mitgliedsstaaten zur Kinderarmutsbekämpfung und deren Umsetzung. Eurochild setzt große Hoffnung in die "Offene Methode der Koordinierung" (OMK), um die Beseitigung der Kinderarmut in allen Mitgliedsstaaten voranzutreiben und zu koordinieren. "Die EU hat keine Gesetzgebungskompetenz in diesem Bereich. Das EU-Parlament fordert deshalb von den Mitgliedsstaaten, im Rahmen der OMK europaweit Maßnahmen zu ergreifen, um in einem ersten Schritt Kinderarmut bis zum Jahr 2012 zu halbieren."

Als Sprecher auf dem Podium saßen neben Gabi Zimmer Catriona Williams und Jana Hainsworth von Eurochild, Jerome Vignon von der Europäischen Kommission, Elise Willame vom belgischen Sozialministerium, Catherine Fitt für die Stadt Newcastle in Großbritannien, der Direktor des European Social Network John Halloran und Sian Jones vom Europäischen Netzwerk gegen Armut (EAPN).

Zum Abschluss der Konferenz sagte Zimmer: "Der Kampf gegen Kinderarmut geht weiter. Jetzt gilt es, unsere Erkenntnisse und Forderungen in die nächste Legislaturperiode nach den Europawahlen im Juni hineinzutragen."

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