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"GM Rechnung kann nicht aufgehen"

In Brüssel diskutiert heute der Rat für Wettbewerbsfähigkeit erneut über die Zukunft von Opel

"Das Opel-Werk in Antwerpen darf nicht dicht gemacht werden!", fordert Händel. Der Restrukturierungsplan von GM trägt den klangvollen Namen 'Viability IV' und sieht vor, in Europa über 8000 Stellen zu streichen - davon allein 2.300 in Antwerpen. "Für die betroffenen Arbeitnehmer und ihre Familien stellt sich dann in der Tat die Frage nach ihrer persönlichen Viabilität", so Händel.
GM-Europachef Reilly hat derweil große Pläne: Bereits in zwei Jahren soll die Kasse wieder klingeln, sollen 300.000 Autos mehr als noch im laufenden Jahr verkauft werden. "Man muss kein Zyniker zu sein um sich zu fragen, wie viele der ehemaligen Opel Beschäftigten sich eines der geplanten 1,5 Millionen gebauten Autos leisten können. Diese Rechnung geht nicht auf." Händel weiter: "GM-Europachef Reilly täte heute in Brüssel gut daran, ein tragfähiges Konzept vorzulegen und endlich Verantwortung zu übernehmen. Nach dem Personal-Hickhack müssen nun Beschäftigung gesichert, neue Arbeit und eine nachhaltige Zukunftsperspektive geboten werden.

Händel abschließend: "Wenn Restrukturierungsmaßnahmen ergriffen werden müssen Beiträge der Beschäftigten mit Standort- und Beschäftigungssicherungsgarantien für alle Standorte verbunden werden.
Zudem sollten die Mitarbeiter für ihren Verzicht eine Kapitalbeteiligung in Höhe von zehn Prozent erhalten. Wenn sich Belegschaften zum Einkommensverzicht zur Sanierung „ihres“ Unternehmens genötigt sehen, darf dies nur gegen ein entsprechendes wirtschaftliches Mitbestimmungsrecht der Beschäftigten geschehen. Insbesondere Staatshilfen müssen an diese Bedingung geknüpft werden."

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