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Flugsicherheit ist Anliegen aller

Erklärung zum Stimmverhalten von Helmuth Markov im Namen der GUE/NGL-Fraktion zum Bericht über den Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Meldung von Ereignissen in der Zivilluftfahrt (Bericht A5-0203/2001, Berichterstatter: Gerard Collins) ; Strasbourg, am 12. Juni 2001

Meine Fraktion begrüßt, dass die Europäische Kommission die Forderungen des Parlaments aus der Diskussion zur Angleichung der Sicherheitsstandards und der Meldesysteme aus dem Jahr 1997 berücksichtigt und einen eigenständigen Richtlinienvorschlag über die Meldung von Ereignissen in der Zivilluftfahrt vorgelegt hat. Nunmehr müssen Störungen, Mängel und Fehlfunktionen, die eine unverzichtbare Sicherheitsinformation darstellen, in allen Mitgliedsländern der EU obligatorisch gemeldet werden. Zugleich sind alle derartigen Informationen vertraulich zu behandeln.

Die ständige Verbesserung der Flugsicherheit ist ein Anliegen, das allen Beteiligten, d.h. Fluggästen, Flugbetreibern und technischen Diensten sowie den verantwortlichen politischen Kräften wie uns Abgeordneten des Europäischen Parlaments, am Herzen liegt. Das um so mehr, da der Luftverkehr in den kommenden Jahren rasant wachsen wird. Erwiesenermaßen sind die meisten Unfälle im Luftverkehr auf den menschlichen Faktor zurückzuführen. Daher wird es einer systematischen Auswertung der verschiedenartigsten Vorfälle und der Ableitung von Schlussfolgerungen und Vorbeugemaßnahmen dienen, in allen Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft ein einheitliches System zur Erfassung, Aufzeichnung, zum Austausch und zur Verbreitung von Informationen über gefährliche oder potentiell gefährliche Ereignisse zu installieren.

Besonders für die Schulung des Personals wird die systematische Auswertung von unzureichenden menschlichen Entscheidungen und Verhalten von Bedeutung sein. Das Nachspielen von Situationen und die Simulation von Entscheidungssituationen wird dem Personal helfen, besser vorbereitet zu sein und besonnen auf Unregelmäßigkeiten und Notsituationen zu reagieren.

Darüber hinaus können alle auftretenden technischen Probleme, Störungen oder Mängel durch eine systematische Erfassung, Speicherung in einer den Sicherheitsbehörden zugänglichen Datenbank, Auswertung und Verbreitung der Schlussfolgerungen die Sicherheitsrisiken verringern.

Aus diesem Grunde begrüßen wir nicht nur den Richtlinienentwurf der Kommission sondern stimmen auch dem vorgelegten Bericht des Kollegen Collins und den wenigen Änderungsanträgen zu.

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Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)