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Neuartige Lebensmittel - Umweltausschuss verlangt mehr Verbraucherschutz und Transparenz

Die Mitglieder des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments haben heute in zweiter Lesung über die Neufassung der Novel-Food-Verordnung abgestimmt. "Das Ergebnis ist ein Erfolg für einen starken Verbraucher- und Umweltschutz. Erneut hat eine Mehrheit der Mitglieder des Umweltausschusses deutlich gemacht, dass die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher Vorrang vor Industrieinteressen haben."

Die am 15. März angenommene gemeinsame Position des Ministerrats schwächte den Verbraucherschutz gegenüber der Beschlussfassung des Parlaments aus der ersten Lesung im März vergangenen Jahres deutlich ab. Mit der heutigen Abstimmung spricht sich der Ausschuss mehrheitlich für eine Kennzeichnung von Lebensmitteln, die aus Tieren gewonnen wurden, die mit genetisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, aus.

Auch forderte die Berichterstatterin Kartika Liotard (europäische Linksfraktion GUE/NGL) eine Kennzeichnungspflicht sämtlicher Lebensmittelprodukte und Lebensmittelverpackungen, die Nanomaterialien enthalten.

Der Bericht wurde mit 49 Stimmen bei nur 2 Gegenstimmen angenommen. Im Juli stimmen die Europaabgeordneten im Plenum über den Bericht ab.
Sabine Wils: "Ein rundum gutes Ergebnis. Lediglich dem Tierschutz hätte bei der heutigen Abstimmung ein stärkeres Gewicht beigemessen werden sollen. Änderungsanträge, in denen die Einschränkung von Tierversuchen gefordert wurde, fanden bedauerlicherweise keine Mehrheit."

Brüssel, 04. Mai 2010

Für weitere Informationen:

Sonja Giese
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +32 (0)486 94 50 21
sonja.giese(at)europarl.europa.eu

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