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EU pegelt sich auf 40-Stunden-Woche ein

Abbau der Überstunden wirkt in Deutschland als Krisen-Puffer

Von Detlef Fechtner

Europas Arbeitnehmer malochen immer häufiger 40 Stunden in der Woche. Nationale Unterschiede schwinden, die durchschnittliche tatsächliche Beschäftigung lag in fast allen EU-Staaten im Jahr 2008 zwischen 39 und 41 Stunden. Deutschland etwa kommt − laut einer Studie im Auftrag der Linken im EU-Parlament − auf 40,3 Stunden. Selbst die traditionell größten Abweichler nähern sich dem Mittelwert. Die Briten, die noch vor zehn Jahren im Schnitt 43,5 Stunden arbeiteten, waren im vorvergangenen Jahr noch gut 42 Stunden wöchentlich am Fließband, am Schalter oder am Schreibtisch. Demgegenüber schuften die Italiener mittlerweile mehr als 39 Stunden. Interessant ist außerdem, dass die Beschäftigten in einigen besonders leistungsfähigen Volkswirtschaften wie in der Niederlande oder Dänemark relativ kurze Arbeitszeiten haben. Der EU-Abgeordnete Thomas Händel und der Verfasser der Studie, Steffen Lehndorff von der Universität Duisburg Essen, heben hervor, dass Deutschland zwischen 2000 und 2008 stärker als andere EU-Staaten bei der tatsächlichen Wochenarbeitszeit zugelegt hat. In der anschließenden Krise wurde der Berg an Überstunden sowie von Guthaben auf Arbeitszeitkonten wieder abgebaut. Das Auf und Ab zeige, dass vor allem heimische Firmen eine „Personalpolitik der unteren Linie“ fahren.

Quelle: Westfalenpost

 

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