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Südsudan steht vor Herausforderungen

Südsudan: Der jüngste Staat Afrikas steht vor großen Herausforderungen

Zur Lage des Südsudans nach dem Referendum erklärt Sabine Lösing, Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und im Unterausschuss Sicherheit und Verteidigung: 

Knapp 99 Prozent der Abstimmungsberechtigten sprachen sich vor kurzem für einen vom Norden unabhängigen Südsudan aus. Somit bekommt Afrika seinen jüngsten Staat. Es stellt sich die Frage ob sich die Lage der Menschen im Südsudan verbessern wird oder die Abspaltung eher im Interesse des Westens ist, um die Ölvorkommen unter Kontrolle zu bringen.

In jedem Fall steht der Süden vor enormen Herausforderungen: Ohne eine funktionierende Infrastruktur und bei der jetzigen katastrophalen Wirtschaft wird zivile, humanitäre Hilfe lange nötig sein. Die Gefahr gewalttätiger Konflikte besteht leider weiterhin. Experten gehen davon aus, dass diese nicht militärisch gelöst werden können, im Gegenteil, der Fokus auf das Militärische behindert eine wirkliche Lösung der Konflikte.

Die notwendige zivile Hilfe ist ohne militärische Begleitung sehr viel effektiver zu leisten. Die Übernahme von zivilen Aufgaben durch Militärs behindert den nachhaltigen Aufbau ziviler Strukturen.

Ich fordere daher:

• Konzentration auf rein zivile Konfliktbearbeitung und Hilfsmaßnahmen, d.h. Reduzierung der UN Missionen auf die zivile Komponente und kein Einsatz von EU-Battlegroups

• Schuldenerlass für den Sudan für eine Entwicklungsperspektive im Süden wie im Norden

Brüssel, 03. Februar 2011

Kontakt:
Sabine Lösing MdEP
Tel. Brüssel: 0032-2- 284 78 94
sabinesabine.loesing@europarl.europa.eu mailto:lothar.bisky@europarl.europa.eu" href="mailto:sabine.loesing@europarl.europa.eu">.loesing@europarl.europa.eu
www.sabine-loesing.de

 

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