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Frauen in prekären Beschäftigungsverhältnissen

Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes von schwangeren Arbeitnehmerinnen, Wöchnerinnen und stillenden Arbeitnehmerinnen am Arbeitsplatz

Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Unzweifelhaft haben wir in den letzten Jahren Fortschritte bei der Gleichstellung von Männern und Frauen erreicht. Dennoch gibt es immer noch viele Frauen, die in gering qualifizierte Beschäftigung abgedrängt werden. Das gilt nicht nur für Tätigkeiten, die traditionell innerhalb der Familie verrichtet werden. In der Deregulierung der letzten Jahre ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung häufig in atypische, prekäre und ungesicherte Arbeitsverhältnisse umgewandelt worden. Dort sind besonders Frauen betroffen. Die europäische Beschäftigungsentwicklung von 2000 bis 2010 umfasst 60 % neue prekäre und atypische Beschäftigungsverhältnisse, vorwiegend — zwei Drittel davon — von Frauen. Häufig wird Frauen die demokratische Mitwirkung in Bezug auf ihre Teilzeitbeschäftigung und prekäre Beschäftigung in Betrieben verwehrt. Frauen sind heute allerdings wesentlich stärker engagiert und besser ausgebildet als in allen Generationen davor. Sie verdienen dennoch im Durchschnitt 25 % weniger als Männer.

Wir haben uns im Beschäftigungsausschuss sehr intensiv mit diesem Thema befasst und gute Vorschläge für die Frage der Frauenbeschäftigung entwickelt, die Einbeziehung — unabhängig vom Status ihrer Arbeit — in soziale Sicherungssysteme, die Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen, die Ausrichtung von Renten und Sozialsystemen auf eine unabhängige Lebensführung und die Gestaltung der Arbeit nach den Prinzipien von guter Arbeit. Das alles ist im Wesentlichen in den Bericht über die prekäre Beschäftigung von Frauen übernommen worden. Der Beschäftigungsausschuss ist mit dem Ergebnis dieser Arbeit zufrieden und bittet um Zustimmung zu dem vorgelegten Bericht.

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