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Steigende Lebensmittelpreise

Wetten auf den Hunger beenden!

Gabriele Zimmer, Koordinatorin der GUE/NGL-Fraktion im Entwicklungssauschuss, sprach im Plenum des EU-Parlaments zur Erklärung des Rates und der Kommission zu steigenden Lebensmittelpreisen:

"Spekulationen auf den Agrarrohstoffmärkten sind vorwiegend Finanzmarktgeschäfte, die direkt auf Lebensmittelpreise zurückwirken. Dennoch werden sie bislang weder transparenter, noch kontrolliert, noch eingedämmt. Das Wetten auf den Hunger muss sofort beendet werden."

Zimmer forderte die EU auf, dem Kampf gegen Hunger in allen Strategien und Politiken höchste Priorität einzuräumen. Sie erwarte von der EU entscheidende Beiträge in allen internationalen Verhandlungen wie G8, G20 und in Institutionen wie der WTO, um die exzessiven Spekulationen an den Lebensmittelbörsen schleunigst zu beenden.

Die Entwicklungspolitikerin sagte dies auch vor dem Hintergrund, dass die Zahl der weltweit hungernden Menschen nach den Hungerrevolten 2008 wieder über eine Milliarde gestiegen ist. Vom Preisauftrieb bei Lebensmitteln sind die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt am ärgsten betroffen. Sie müssen mindestens 80 % und mehr ihres Geldes täglich für Nahrung ausgeben.

Die Versprechen von 2009, für Landwirtschaftshilfen in den Entwicklungsländern mehr als 20 Milliarden Dollar, darunter 6 Milliarden für den Kampf gegen Hunger über die Weltbank, zur Verfügung zu stellen, wurde nicht eingelöst. Bisher wurden lediglich 925 Millionen Dollar bezahlt.

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