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Am deutschen Wesen...

„Von den Besten lernen, nicht von den Grausamsten“ meint Thomas Händel, MEP und Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und Soziales, zu den deplazierten Äußerungen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel hinsichtlich verschiedener Urlaubs- und Rentenansprüche in Europa.
 
Ihre Forderung, die Renten und Urlaube den deutschen Gepflogenheiten anzupassen sei unsozial und zeuge auch von Merkels falschem Verständnis von Wettbewerb und ihrer grenzenlosen Unkenntnis, so Händel. “Während zwar der deutsche Mindest-Urlaub bei 4 Wochen liegt und Griechen und Portugiesen durchschnittlich 2 Tage länger Urlaub haben, machen die Deutschen durchschnittlich und tatsächlich 5 Wochen Urlaub pro Jahr. Selbst mit allen Feiertagen liegen die Deutschen noch weit vorn. Und beim Renteneintrittsalter kommt es vor allem auf das tatsächliche Renteneintrittsalter an, das in Deutschland niedriger liegt als in vielen anderen europäischen Staaten. Über eine gesetzliche Verlängerung der Lebensarbeitszeit werden dagegen vor allem die Renten gekürzt. Merkels Gefasel ist also nicht nur unsolidarisch sondern auch noch schlicht dumm und falsch.”
 
Merkels andauernder Wirtschaftslobbyismus verschlechtere darüber hinaus zunehmend das Ansehen Deutschlands in Europa. Dies sei nicht länger hinzunehmen. Es dürfe in Europa nicht darum gehen, alle anderen Mitgliedsstaaten dem jeweils niedrigsten Sozialniveau anzupassen, meint der Abgeordnete weiter. Händel: „In Griechenland muss es darum gehen, die Einnahmen, also insbesondere die Steuern für Vermögende, zu erhöhen und auch tatsächlich einzutreiben. Den Spekulanten der Finanzmärkte ist weniger Geld in Form Zinszahlungen in den Rachen zu werfen, zum Beispiel über günstige Kredite mit langen Laufzeiten, finanziert über Eurobonds. Auch könnte Deutschland endlich auf unsinnige Rüstungsdeals mit Griechenland verzichten, die den griechischen Steuerzahler alleine 16 Mrd. Euro kosten sollen.“
 
 
Brüssel, 19.Mai 2011
 

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