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"Keine Instrumentalisierung der feministischen Idee."

Cornelia Ernst auf der GUE-Konferenz "Women and Peace: Women's voices on democracy, gender equality and global social justice".

Die Europaabgeordnete Cornelia Ernst, Stellvertretendes Mitglied der LINKEN im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, hat davor gewarnt, die feministische Bewegung in Tunesien mit dem gestürzten Diktator Ben Ali in Verbindung zu bringen: "Dies ist falsch, denn die autonome feministische Bewegung hat immer für Demokratie und Bürgerrechte gekämpft!"  

Ernst dankte Anissa Saidi, Vertreterin der Association Tunisienne des Femmes, stellvertretend für den großen Beitrag der tunesischen Frauen während der Jasmin-Revolution: "Die Frauen spielten und spielen eine führende Rolle bei den Aufständen". Die Jasmin-Revolution, die im Dezember 2010 mit der Selbstverbrennung eines Gemüsehändlers begonnen hatte, führte im Januar dieses Jahres zum Sturz des tunesischen Diktators Ben Ali.  

Insbesondere eine Mögliche Einführung der Sharia rief große Besorgnis bei Cornelia Ernst hervor. So sprach die Europaabgeordnete die Hoffnung aus, die islamistische Partei En-Nahda, Wahlgewinnerin der ersten demokratischen Wahl in Tunesien im Oktober 2011, möge die Rechte der Frauen nicht beschneiden und die politische und kulturelle Vielfalt Tunesiens respektieren: "Wir unterstützen die Forderung der Frauen in Tunesien, die Trennung von Kirche und Staat abzusichern und ihren Kampf gegen die Einführung der Sharia die einige islamistische Gruppen möchten."

Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)