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Fukushima - die Menschheit leidet unter der Atom-Mafia

Zum Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima erklärt Sabine Wils, MdEP DIE LINKE:

„Ein Jahr nach Fukushima verschleiern Falschinformation und Lügen die Wahrheit über den Super-GAU. Im Gedenken an Hiroshima und Nagasaki und im Interesse ihrer Bevölkerung muss die japanische Regierung sofort auf die unbeherrschbare Atomkraft verzichten“, erklärt Sabine Wils.

Die Atom-Mafia hat Japan fest im Griff. Naoto Kan, ehemaliger Premierminister Japans zur Zeit der Atomkatastrophe vor einem Jahr, stand einem Parlament gegenüber, in dem mehr als 100 Abgeordnete vom Atomkonzern TEPCO mit Geld bestochen wurden, wie das ZDF am 7.3.2012 in der Sendung „Die Fukushima-Lüge“ berichtete. Er bestätigte im Interview die jahrzehntelange Unterdrückung atomkritischer Meinungen in der Öffentlichkeit durch das sogenannte "Atomdorf". Dieses Geflecht zwischen Politik, Atomwirtschaft, Atomwissenschaft und Medien habe Verhältnisse geschaffen, in denen „Kritik kaum geäußert werden kann“.
Ein grundlegend fehlerhaftes Sicherheitskonzept, schwerwiegende Sicherheitsmängel, vertuschte Störfalle, gefälschte Sicherheitsprotokolle, fehlende Notfallpläne - die Liste der folgenschweren Fehler vor und während der Reaktorkatastrophe ist lang. „Alle Sicherheitssysteme waren korrumpiert“, sagte Taro Kono, außenpolitischer Sprecher der Regierungspartei LDP und einer der wenigen Kritiker der japanischen Atom-Politik in der Partei. Nach Worten des ehemaligen Governeurs von Fukushima, Eisaku Sato, bestünde das Machtgeflecht aus Politik und Atomwirtschaft weiter.

„Das Wissen um zehntausende zukünftige Opfer dieser Atomkatastrophe in Fukushima zeugt weiter von dem tödlichen Risiko unserer atomaren Stromversorgung. Das inakzeptable sogenannte „Restrisiko“ bedeutet unabsehbare Folgen für Mensch und Natur“, so Wils.

„Die Atom-Konzerne haben auch die EU fest im Griff. Der EURATOM-Vertrag aus dem Jahr 1957 mit dem Ziel der "Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie" hat dazu geführt, dass die Staaten der EU zum führenden Erzeuger von Atomenergie und zur Region mit der höchsten Atomkraftwerksdichte in der Welt geworden sind“, so Wils weiter.
In 14 der 27 EU-Mitgliedstaaten würden insgesamt 133 kommerzielle Atomreaktoren betrieben.

Für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie wird es am Sonntag, den 11. März 2012, ein Jahr nach Beginn der atomaren Katastrophe in Fukushima, sechs große Demonstrationen und Aktionen in verschiedenen Städten und an Atomstandorten in Deutschland geben.
„Ich werde in Brokdorf dabei sein und rufe alle auf, sich aktiv zu beteiligen“, so Wils. „Erst wenn alle Betriebsgenehmigungen der Kernkraftwerke zurückgegeben sind, ist der Atomausstieg in Deutschland erreicht. Bis dahin müssen wir weiter aktiv für den Atomausstieg auf der Straße Druck machen!“

Weitere Informationen finden Sie hierzu unter:
http://anti-atom-demo.de/start/home/
 

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