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Atomare Abrüstung gehört auf die Tagesordnung

Die Forderung nach nuklearer Abrüstung sowie nach Errichtung und Ausweitung kernwaffenfreier Zonen hat eine international besetzte Anhoerung am Dienstag in Brüssel bekräftigt.

"Gerade angesichts des unmittelbar vor der Anhoerung veroeffentlichten neuen SIPRI-Berichtes und der Beschluesse des juengsten NATO-Gipfels haben sich die Teilnehmer nachdruecklich dafuer ausgesprochen, jeglichen nuklearen Militaerdoktrinen eine Absage zu erteilen", so der Organisator der Konferenz Helmut Scholz. "Die Tatsache, dass laut Analyse der Stockholmer Friedensforscher noch immer 4.400 Nuklearsprengkoepfe einsatzbereit gehalten werden, hat erneut verdeutlicht, dass die Beseitigung atomarer Waffen keine Aufgabe fuer die fernere Zukunft ist, sondern heute - und dringlicher denn je - auf der Tagesordnung steht." Dabei seien vor allem die USA und Russland gefordert, ihre wiederholt bekundete Bereitschaft zur atomaren Abruestung endlich in die Tat umzusetzen. "Aber auch alle anderen Atomwaffenstaaten stehen dabei in der Pflicht, wie auch nichtkernwaffenbesitzende Laender. Die Lieferung von deutschen U-Booten nach Israel, die dort mit Kernwaffen bestueckt werden, hat der weltweiten Abruestung einen Baerendienst erwiesen."

Das Hearing, an dem unter anderem Wissenschaftler, Friedensaktivisten, Vertreter der Zivilgesellschaft und Abgeordnete teilnahmen, hatte ueber Moeglichkeiten eines Stopps der Ruestungsspirale nach dem NATO-Gipfel und die Entwicklung alternativer Sicherheitskonzepte beraten.

(05.06.2012)

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