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Ist das Kunst oder kann das weg? Europaparlament stimmt über Kulturförderung ab

Ist das Kunst oder kann das weg? Europaparlament stimmt über Kulturförderung ab

Das Europäische Parlament hat heute zwei Leuchtturmprogramme der Europäischen Union verabschiedet: ERASMUS+ und KREATIVES EUROPA.

ERASMUS+ fasst künftig verschiedene Programme unter einem Dach zusammen und ermöglicht europaweit 134.000 Studierenden im Jahr ein Austauschsemester.

DIE LINKE. im Europaparlament hat sich bei der Schlussabstimmung enthalten. Hierzu die Europaabgeordnete Martina Michels, Vize-Vorsitzende im Ausschuss für Kultur und Bildung: "Bildung ist ein Menschenrecht, das allen Alters- und Bildungsgruppen zugänglich sein muss - im Gegensatz zur wirtschaftlichen Verwertbarkeit als Ziel von Bildung. Das im Programm enthaltene Finanzierungsinstrument ist dabei unser Hauptkritikpunkt."

Martina Michels weiter: „Es darf nicht sein, dass Studierende Kredite benötigen, um an einem solchem Programm teilnehmen zu können. Wir treten weiterhin für Gebühren- und kreditfreie Studienmöglichkeiten ein."

Das zukünftige europäische Kulturförderungsprogramm „Kreatives Europa 2014-2020“ fasst die Vorgängerprogramme KULTUR, MEDIA und MEDIA Mundus nunmehr zu einem einzigen Rahmenprogramm zusammen. DIE LINKE. im Europaparlament unterstützt die Kultur- und Medienförderprogramme der Europäischen Union. "Diese Programme ermöglichen kulturellen Austausch und tragen zu mehr Toleranz bei", so Martina Michels. „Die europäische Kulturlandschaft ist vielfältig und ein hohes Gut. Kulturprojekte wie der europäische Film brauchen Unterstützung. Darum halten wir als LINKE eine starke Kultur- und Medienförderung auf europäischer Ebene für wichtig.“

Strasbourg, 19. November 2013

Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)