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GUE/NGL - die Fraktion der LINKEN im Europäischen Parlament

Die Linksfraktion des Europäischen Parlamentes "Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke" (GUE/NGL) setzt sich aus 35 Abgeordneten von 18 politischen Parteien aus 13 Ländern eines breiten politischen Spektrums der europäischen Linken zusammen. 

Das etwas sperrige Kürzel GUE/NGL steht für den französischen Namen "Gauche Unitaire Européenne" und die englische Bezeichnung "Nordic Green Left". Im Europäischen Parlament werden 25 Abgeordnete benötigt, um eine Fraktion zu bilden und in jeder Fraktion müssen Abgeordnete aus wenigstens einem Viertel der Mitgliedsstaaten vertreten sein. Somit bilden sich Fraktionen nicht anhand der Staatsangehörigkeit ihrer Mitglieder, sondern entsprechend der jeweiligen politischen Richtung.

1995 gab sich die damalige GUE Fraktion nach dem EU Beitritt einiger skandinavischer Länder den Namen GUE/NGL. Der erste Präsident war Alonso Puerta von der Vereinigten Spanischen Linken, gefolgt von Francis Wurtz von der Französischen Kommunistischen Partei (1999 bis 2009), Lothar Bisky (2009-2012) und seit März 2012 Gabi Zimmer. 

Die unterschiedlichen Parteien betrachten die Fraktion als Forum der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Mitgliedern, unter voller Respektierung der politischen, kulturellen und historischen Vielfalt der Delegationen innerhalb der Fraktion. Dieses grundsätzliche Herangehen hat zu einem offenen, solidarischem und konstruktiven Umgang mit unterschiedlichen Positionen und der permanenten Suche nach einem größtmöglichen Konsens geführt.

Die linke Identität der Fraktion ergibt sich aus dem Engagement ihrer Mitglieder auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene für einen friedlichen und nachhaltigen europäischen Integrationsprozess, der auf internationaler Solidarität beruht. Ein grundlegender Bestandteil der Politik der Linksfraktion ist dabei die enge Zusammenarbeit mit Gewerkschaften, Sozialen Bewegungen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Durch zahlreiche Anhörungen, Diskussionsrunden, Konferenzen und gegenseitigen Besuchen wurden sie in die politische Arbeit der Fraktion innerhalb des Europäischen Parlaments mit einbezogen. Dazu gehört ebenso die aktive Teilnahme von Mitgliedern der Fraktion an Europäischen - und Weltsozialforen, Alternativgipfeln und anderen internationalen Aktivitäten der linken Kräfte Europas und der Welt.

Dabei stand die GUE/NGL in engem Kontakt mit weiteren linken Parteien, die von 2009 bis 2014 nicht im Europäischen Parlament vertreten waren: Rifondazione Comunista (Italien), Partito dei Comunisti Italiani (Italien), Vas (Finnland), Sosialistisk Venstreparti (Norwegen), Parti du Travail (Schweiz) und La Gauche/Déi Lénk (Luxemburg).

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Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)