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  • Sabine Lösing

Ausbeutung und Zerstörung der Arktis verhindern!

Zur heutigen Verabschiedung der Entschließung zu der EU-Strategie für die Arktis (2013/2595(RSP)) durch das Europaparlament erklärt die außen- und friedenspolitische Sprecherin der LINKEN im Europaparlament Sabine Lösing:

"Als Folge des Klimawandels geht das Eis in der Arktis stetig zurück. Somit können in der Region Öl und Gas zunehmend besser gefördert und neue Schifffahrtsrouten könnten genutzt werden, was verheerende Auswirkungen auf das sensible Ökosystem und das globale Klima hätte.

Das EU-Parlament spricht sich für die stärkere wirtschaftliche Ausbeutung der Arktis aus. Davon werden Ölmultis und andere mächtige Konzerne profitieren. Wenn wir das nicht aufhalten, droht die unwiederbringliche Zerstörung des hochempfindlichen Ökosystems der Arktis!

Die Umweltschutzforderungen und Einbeziehung der ansässigen und indigenen Bevölkerung sind nur Lippenbekenntnisse und dienen nur als Feigenblatt: Das Hauptinteresse der EU gilt der Öl- und Gasausbeutung sowie der Ausweitung des kommerziellen Fischfangs!"

Sabine Lösing zum Hintergrund:

"Die Gier nach Rohstoffen hat die Arktis zum geostrategischen Brennpunkt gemacht. In ihrer Arktisstrategie von Mai 2013 erheben die USA Anspruch auf Ressourcen der Arktis, um ihre Energiesicherheit abzusichern. Kanada beantragte Ende 2013 weitere Arktisgebiete bei der UNO, darunter den Nordpol. Russland erklärte daraufhin, Streitkräfte in die Arktis zu entsenden um für Sicherheit zu sorgen. Das EU-Parlament befeuert mit der heute verabschiedeten Resolution den Wettlauf um die Arktisressourcen weiter. Dieser Wettlauf zieht die Militarisierung der Arktis nach sich."

Sabine Lösing abschließend:

"Ich fordere ein Moratorium der industriellen Ausbeutung in der Arktis. Das Moratorium muss in Kraft bleiben, bis ein rechtsverbindliches Rahmenwerk verabschiedet ist, das den Schutz des Ökosystems und der Menschen in der Arktis gewährleistet. Die Vereinbarung über ein Moratorium muss mit den Anrainerländern und deren Bevölkerung abgestimmt werden. Es sollte außerdem ein Fonds eingerichtet werden, der die Menschen im Falle des Verzichts auf die Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen entschädigt. Die EU sollte sich dafür einsetzen, dass die Arktis zur entmilitarisierten Zone wird."

 

Straßburg, den 12.03.2014

 

 

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