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Europaabgeordnete Sabine Lösing besucht sudanesisches Flüchtlingscamp in Hannover

Sabine Lösing hat den gestrigen Pfingstmontag genutzt, um sich in Hannover mit den Geflüchteten aus dem Sudan zu treffen, die seit 18 Tagen auf dem Weißekreuzplatz gegen ihre Behandlung in Deutschland protestieren. Unterstützt wurde sie dabei von der hannoverschen Ratsfrau Gunda Pollok-Jabbi, die das Camp seit mehreren Wochen aktiv unterstützt. „Die vordringlichste Forderung dieser Menschen ist, ihnen als asylsuchenden in Deutschland jetzt schnellstmöglich ein dauerhaftes Bleiberecht zu geben“, erklärte Sabine Lösing nach dem Gespräch mit den Sprechern der Gruppe. „Alle Flüchtlinge in diesem Protestcamp haben eine lange, lebensgefährliche Flucht aus ihrer Heimat hinter sich, die längst nicht alle überlebt haben und die neben den Erlebnissen im Sudan für sie eine enorme psychische Belastung darstellt. Gerade angesichts der desaströsen Menschenrechtslage im Sudan verbietet es sich eigentlich von selbst, Menschen in dieses Land abzuschieben. Dass diese Menschen trotzdem in ständiger Angst vor Abschiebung leben müssen, die für die meisten von ihnen lebensbedrohliche Folgen hätte, dass man sie nach bürokratisch festgelegten Quoten über ganz Deutschland und sogar die gesamte EU verteilt und dabei auch Familien auseinanderreißt, ist ein klarer Verstoß gegen die Menschenrechte.“ Auch deshalb müsse die Residenzpflicht in Deutschland dringend abgeschafft werden. „Nur in Deutschland gibt es diese strenge Form der Residenzpflicht, die asylsuchende im schlimmsten Fall dazu zwingt, sich jahrelang nur in einem Landkreis aufzuhalten und Verstöße gegen diese Auflagen sogar mit Haftstrafen bedroht“, so Lösing.

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