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Zappenduster: Osram will 8000 Stellen streichen

Unternehmen will jährlich 260 Millionen Euro einsparen.

Glühbirnen sind von gestern.

Der deutsche Lichttechnik-Hersteller Osram hat angekündigt, rund 8000 Stellen zu streichen, das ist fast ein Viertel der gesamten Belegschaft. Damit will das Unternehmen jährlich 260 Millionen Euro einsparen. Ein Viertel der 43 Werke soll geschlossen werden. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Gewinne gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht.Hierzu der Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten im Europäischen Parlament, Thomas Händel (DIE LINKE):

"Bei so viel unternehmerischer Blindheit kann man nur den Kopf schütteln. Das Management von Osram hat schlicht die Entwicklung verpennt obwohl sie die Innovationen in den Schubladen haben. Dass die Glühbirne ausgedient hat und die Produktion auf LED und andere Lichttechnik umgestellt wird ist seit Jahren bekannt gewesen. Wieder einmal müssen die Beschäftigten dafür bluten, wenn im Namen des Profits Tausende von Arbeitsplätzen vernichtet werden."

Der fränkische Europaabgeordnete Händel weiter:  "Zweifellos: eine nachhaltige Industriepolitik in Europa ist nötig. Deshalb müssen die bestehende EU-Regelwerke unverzüglich überarbeitet werden: Massenentlassungen müssen genehmigungspflichtig werden. Unternehmen mit „schwarzen Zahlen“ müssen verpflichtet werden, für Weiterbeschäftigung oder Ersatzarbeitsplätze für die betroffenen Beschäftigten aufzukommen."

Der 60-jährige Thomas Händel ist neuer Vorsitzender des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten im Europäischen Parlament.

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