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Hilfe gegen Ebola

Deutsche Regierung labert, Kuba handelt.

"Die deutsche Bundesregierung handelt verantwortungslos. Offenbar kann oder will sie keine wirkliche Hilfe gegen die Ebola-Krise leisten. Bis heute wurde keine Zusage gemacht, wie viel medizinisches Personal die Bundesregierung ins Infektionsgebiet schickt. Kriegsministerin von der Leyen ließ gönnerhaft verlautbaren, 'dass diejenigen die wollen und können, sich melden' dürften. Die viel beschworene internationale Verantwortung sieht anders aus!", erklärt die Europaabgeordnete Sabine Lösing (DIE LINKE), stellvertretendes Mitglied im Entwicklungsausschuss.

Die niedersächsische Europaabgeordnete Lösing weiter: "Die gegenwärtige Ebola-Epidemie in Westafrika hat bereits heute mehr Opfer gefordert, als alle anderen Ebola-Epidemien zuvor zusammengenommen. Angesichts der dramatischen Lage im Ebola-Infektionsgebiet ist eine groß angelegte, schnelle humanitäre Nothilfe nötig. Denn es fehlt an allem: medizinische Ausrüstung, Medikamente und medizinisches Personal. Doch die westlichen Staaten haben zu lange rumgeeiert: Bereits im Juni erklärte die Organisation Ärzte ohne Grenzen, die Ebola-Epidemie sei 'außer Kontrolle'. Die EU brauchte jedoch bis September um ihre Hilfe substantiell aufzustocken."

Sabine Lösing abschließend:
"Die kleine Karibikinsel Kuba zeigt wie es anders geht: 62 erfahrene ÄrztInnen und 103 PflegerInnen sind nach Westafrika entsandt worden, hauptsächlich ins schwer betroffene Sierra Leone. Derzeit sind knapp 65.000 kubanische Mediziner in 91 Ländern der Welt im Einsatz. Nach Schätzungen sind aktuell etwa 20 Prozent aller ÄrztInnen Kubas außerhalb ihrer Heimat im Einsatz. Allein in Afrika sind seit 1959 knapp 77.000 MedizinerInnen in 39 Ländern im Einsatz gewesen."

 

Brüssel, 24.09.2014

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