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Hiroshima und Nagasaki mahnen: Atomare Abrüstung muss endlich Realität werden!

Helmut Scholz bei einer Podiumsdiskussion im Juni 2015

Erneut werden in diesen Tagen Hunderttausende Menschen an die Atombombenabwürfe vom 6. und 9. August 1945 auf Hiroshima und Nagasaki erinnern. „70 Jahre nach dem Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen müssen die Kernwaffenstaaten endlich diesen Ruf nach Beseitigung der Nukleararsenale in die Tat umsetzen,“ so der Europaabgeordnete der LINKEN Helmut Scholz.

Scholz weiter: „Eine Welt ohne Atomwaffen, die US-Präsident Obama im Mai 2010 in Prag als Vision zeichnete, scheint heute in weite Ferne gerückt zu sein. Insbesondere die von NATO als auch der EU und ihren Mitgliedsstaaten forcierten Spannungen gegenüber Russland, das weltweit fortgesetzte Aufrüsten, die Unterhöhlung bestehender Abkommen zur Rüstungsbegrenzung sowie die andauernden Konflikte im Nahen Osten und in Südasien machen die nukleare Abrüstung nicht weniger dringlich als zu Zeiten des Kalten Kriegs.“

Der Abgeordnete verwies auf Angaben unter anderem des Netzwerks Friedenskooperative, wonach noch immer über 16.000 Atomsprengköpfe auf der Erde lagerten mit einer Zerstörungsgewalt, die 900.000 Mal so groß ist wie die der Hiroshima-Bombe. „Trotz dieser ungeheuren Bedrohung für das Überleben der Menschheit werden nukleare Waffen und Trägermittel modernisiert, die das Rüsten antreiben können. Es wird am Aufbau neuer Systeme wie dem NATO-„Raketenabwehrschirm“ festgehalten und es könnten sich weitere Staaten in den Besitz von Atomwaffen bringen. Diese sich in den letzten Jahren wieder schneller drehende Spirale muss endlich gestoppt werden.“

„Neben den atomaren Großmächten USA und Russland könnten gerade die Atomwaffenstaaten in der EU eine Vorreiterrolle in Sachen atomare Abrüstung übernehmen“, betonte Helmut Scholz. Auch die Bundesrepublik sei gefordert: So müsste Berlin darauf drängen, dass die US-Atomwaffen vom Standort Büchel abgezogen werden. „Solche Schritte wären nicht zuletzt ein wichtiges Signal, dass die EU ihrer Verantwortung als Friedensnobelpreisträgerin gerecht wird.“

 

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