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Antikriegstag 2015: Ursachen bekämpfen, nicht Symptome

Sabine Lösing auf dem Bundesparteitag im Juni

Zum Antikriegstag am 1. September erklärt Sabine Lösing, Koordinatorin der linken Fraktion im Auswärtigen Ausschuss und im Unterausschuss Sicherheit und Verteidigung des Europäischen Parlaments:

„Die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union ist heuchlerisch. Überdeutlich wird dies anhand der kürzlich gestarteten EU-Operation EUNAVOR MED im Mittelmeer. Offiziell wird über sie meist nur berichtet, es gehe dabei um eine humanitäre Aktion zur Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen. Tatsächlich will man mit dem Einsatz aber vor allem sogenannte Schleusernetzwerke aufdecken und zerstören.

Egal, wie man zu Schleusern steht, hier werden Ursache und Wirkung verdreht. Menschen flüchten vor unserem Weltwirtschaftssystem und unseren Kriegen. Und indem die Festung Europa durch die  Vorverlagerung der Grenzen immer höher errichtet wird, werden sie geradezu dazu gezwungen, sich an Schleuser zu wenden. Weil die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer jedoch keinerlei Interesse haben, an den tatsächlichen Fluchtursachen etwas zu ändern und legale Einreisemöglichkeiten zu schaffen, versuchen sie nun einmal mehr militärisch Symptome zu bekämpfen.

Die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer sind maßgeblich für die aktuelle Flüchtlingskatastrophe verantwortlich. Sie in der aktuellen Form mit militärischen Mitteln „lösen“ zu wollen, ist nichts anderes als eine vollkommene moralische Bankrotterklärung."

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