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VW-Skandal dazu nutzen, europäische Autos zu den abgasärmsten und energieeffizientesten weltweit zu machen

Zum Thema „Emissionsmessungen im Automobilsektor" hielt Cornelia Ernst bei der heutigen Parlamentssitzung in Straßburg folgende Rede:

Cornelia Ernst

Zum Thema „Emissionsmessungen im Automobilsektor“ hielt Cornelia Ernst bei der heutigen Parlamentssitzung in Straßburg folgende Rede:

„Der VW-Abgasskandal ist nicht nur das Versagen einzelner Personen. Er ist ein mit den Bankenskandalen der letzten Jahre vergleichbarer Wirtschaftsbetrug. Dieser Betrug trifft nicht nur das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Zahlreiche weitere europäische Länder, wie Tschechien (mit Skoda) und Spanien (mit Seat), sind betroffen.

11 Mio. Autos wurden manipuliert. Nun wird über Notverkäufe einzelner Marken spekuliert. Schadenersatzklagen und Sammelklagen aus aller Welt wird es geben. Neben den materiellen- und Umweltschäden steht ein Vertrauensverlust, der finanziell für VW noch nicht zu beziffern ist. Das Schlimmste jedoch ist, dass weltweit über 600.000 Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz bangen. Allein in meiner Heimatregion, in Ostdeutschland, sind die Regionen dreier Standorte betroffen.

Die Aufgabe der Politik ist es jetzt nicht, die Hände tatenlos in den Schoß zu legen. Unsere Aufgabe ist es die entsprechenden Schlussfolgerungen aus dem Versagen des Unternehmens wie auch der mit Politkern besetzten Aufsichtsgremien und -behörden zu ziehen. Lassen Sie uns langfristig Standards vorgeben, die europäische Autos zu den abgasärmsten und energieeffizientesten weltweit machen. Dies ist die Zukunft. Hier muss investiert werden. Dies ist – neben Gerichtsprozessen für die Verantwortlichen – die einzig richtige Antwort, wenn wir wollen, dass das Unternehmen sein Versagen nicht auf dem Buckel der Beschäftigten austrägt!“

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