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Gute Arbeit

Gute Arbeit ist eine unserer Kernforderungen für ein soziales Europa. Auch im Europäischen Parlament spielt dieses Konzept dank der LINKEN und der gesellschaftlichen linken eine wesentliche Rolle.

Das mittlerweile breit diskutierte Leitbild "Gute Arbeit" wurde zuerst von den Gewerkschaften entwickelt. Gute Arbeit umfasst mehrere Dimensionen, kann aber so zusammengefasst werden: Eine unbefristete und armutsfeste Arbeit, von der man eigenständig und ohne Transferleistungen leben kann, bei der die Beschäftigten mitreden und mitgestalten können, mit nachhaltigem Arbeits- und Gesundheitsschutz, mit sozialer Sicherheit und ohne Diskriminierung.

Die Realität vieler Beschäftigter sieht häufig anders aus. Heute gibt es immer weniger unbefristete Arbeitsverträge, die den Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz garantieren, aber immer mehr atypische Verträge und prekäre Arbeitsverhältnisse: Leiharbeit, Minijobs, befristete Verträge, längere Arbeitszeiten, geringe Löhne, Dauerstress...

Auch auf europäischer Ebene entwickelt sich dieser Trend massiv. Das Motto der europäischen Kommission lautet: Hauptsache Arbeit, egal zu welchen Bedingungen. Die Beispiele sind zahlreich: EU 2020 Strategie, Entsenderichtlinie, Konzernleihe-Richtlinie, Ausnahmen bei der Arbeitszeitrichtlinie usw. Gleichzeitig sinken die Reallöhne, Armut trotz Arbeit sowie Unsicherheit sind in Europa weit verbreitet – auch in Deutschland. Die Prekarität frisst sich wie ein Krebsgeschwür in den Alltag der Gesellschaften.

DIE LINKE. im Europäischen Parlament setzt sich dafür ein, dass Gute Arbeit für alle Beschäftigten, die in der EU arbeiten, gewährleistet werden muss. Gute Arbeit muss zum Kernbestandteil eines europäischen Sozialmodells werden.

Gute Arbeit bedeutet Arbeitnehmerrechte und Teilhabe, faire Löhne, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie eine familienfreundliche Arbeitsorganisation. Gute und faire Arbeitsbedingungen sowie ein angemessener sozialer Schutz sind unabdingbar für die Akzeptanz der Europäischen Union bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Dazu fordern wir:

  • Die Entwicklung eines europäischen Mindestlohns in Höhe von mindestens 60 Prozent des nationalen Durchschnittsentgelts.
  • Das Ende des Sozialdumpings. Die EU muss soziale Fortschritte erzielen, keine Absenkung der sozialen Standards.
  • Das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ muss überall gelten – auch in der Leiharbeit. Ein unbefristeter Vertrag soll die Regel bleiben, die atypischen Arbeitsverhältnisse müssen zurückgedrängt werden.
  • Die gesetzlich zulässige Höchstarbeitszeit muss in einem ersten Schritt von 48 Stunden pro Woche auf 40 Stunden reduziert werden. Bei der Revision der Arbeitszeitrichtlinie soll die sogenannte Opt-out Regelung gestrichen werden (siehe "Arbeitszeit").
  • Wir fordern Renten, die den Lebenstandard sichern und vor Armut schützen. 
  • Ein wirksamer Arbeits- und Gesundheitsschutz muss psychische und physische Belastungen am Arbeitsplatz (Burn-out, Mobbing, Stress, Arbeitskrankheiten) verringern.

 

Aktuelle Link-Tipps

  • Wegweiser europapolitik
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