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Eine Wahl zwischen Pest und Cholera

Sabine Lösing

Zum Ausgang der US-Präsidentenwahl erklärt Sabine Lösing, Koordinatorin der linken Fraktion im Auswärtigen Ausschusses (AFET) des Europaparlaments:

 

„Ich bin ernsthaft schockiert, doch eigentlich nicht wirklich überrascht. Doch bis zu Letzt habe ich irgendwie gehofft, dass ein Sieg Donald Trumps nicht möglich ist. Es war eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Dieser Wahlkampf war schmutzig, populistisch, rassistisch und hasserfüllt. Die Kluft zwischen Arm und Reich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist enorm. Die Unzufriedenheit mit der Politik der Eliten, die Wut der Menschen und die Angst vor dem sozialen Abstieg, vor dem Fremden und Veränderungen haben die Menschen in Amerika und den Wahlkampf geprägt. Diese Ängste haben auch in Europa und Deutschland den (erneuten) Aufstieg von Rechtspopulisten und Rassisten ermöglicht."

Sabine Lösing weiter:

„Wir wissen aber, was von Hillary Clinton zu erwarten gewesen wäre. Unter anderem die Fortsetzung der Bush-Politik, der nach dem 11. September 2001 Afghanistan und den Irak angriff, was zur Destabilisierung des Nahen Ostens führte, zum Zerfall Libyens, des Iraks und Syriens, zum sogenannten Islamischen Staat, zur türkischen und zur ägyptischen Diktatur, zu Flüchtlingskrise, Brexit, Le Pen, Farage, Petry und Trump, zur Schwächung Amerikas und Europas, und der Demokratie. Natürlich nicht in dieser Kausalität. Wir wissen auch, dass all die sogenannten Demokraten, die Sanders mit allen Mitteln verhindert haben, im Grunde ihre Stimme Trump gaben. Der Satz "Kein Frieden mit dieser EU" hat weiterhin traurige Gültigkeit.“

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