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Finanzkrise: Täglich grüßt das Murmeltier

Martin Schirdewan

„Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise ist Deregulierung wieder en vogue. Die USA machen es vor und die EU zieht nach,“ kommentiert der Europaabgeordnete Martin Schirdewan (DIE LINKE.) das heutige Treffen der Gruppe der Eurofinanzminister zur Bankenunion vorab. Das Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments weiter:

„Immer noch leiden in der EU Menschen unter den Folgen der Finanzkrise der Jahre 2008/09. In den USA ist die Situation nicht anders. Trotzdem entschied sich der US-Kongress diese Woche dazu, Teile der Dodd-Frank Gesetzgebung zurückzunehmen, mit der man 2010 den Finanzsektor noch an eine kürzere Leine nahm und die EU droht diesem Vorbild blind hinterherzulaufen: Die Kapitalmärkte sollen weiter dereguliert werden und Verbriefungsgeschäfte, also jene Geschäfte, die die letzte Krise maßgeblich mit verursacht haben, sollen wieder erleichtert werden. Damit wird einer neuen Krise der Weg geebnet.“

„Für ein stabiles Finanzsystem müssen Megabanken endlich aufgespalten werden und das Kredit- und Einlagengeschäft vom Investmentbanking getrennt werden. Nur dann ist die Haftung von Eigentümern und Gläubigern im Notfall auch glaubwürdig.“

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