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Frauen sind die besseren Konfliktlöserinnen

Die Europaabgeordnete der Linkspartei/PDS Feleknas Uca erklärt anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentags:

In diesem Jahr mahnt die Internationale Gemeinschaft zur Gleichberechtigung von Mann und Frau bei Entscheidungsfindungen. Frauen sollen stärker in Entscheidungsfindungsprozesse und bei der Lösung von Konflikten einbezogen werden. Die Tatsache, dass Gerechtigkeit scheinbar nur über Quoten zu erreichen ist, und die Diskrepanz im Rollenbild der Frau sind ärgerlich. Im Alltag treten Frauen ganz selbstverständlich als Konfliktlöserinnen auf, ihre "social skills", d.h. ihre Fähigkeit zu vermitteln, grenzüberschreitend zu denken und zu handeln und zu friedlichen Lösungen beizutragen, wird von niemandem in Frage gestellt.

Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn es um reale Machtverteilung geht. Im Jahr 2006 werden nur elf von den 194 Ländern dieser Welt von einer Frau regiert, in gerade einmal drei Ländern ist der Anteil von Frauen und Männern in der Regierung gleich groß. Diese Zahlen sind laut den Vereinten Nationen ein Grund zum Feiern, tatsächlich ist sie jedoch ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft. Nur zwei der circa 100 Botschafter im UNO-Sicherheitsrat waren in den letzten 10 Jahren weiblich und nur zwei Frauen leiten eine der 27 friedenserhaltenden Missionen der Vereinten Nationen.

Rosa Luxemburg sagte einst: "Mir imponieren nur die Ratschläge und Grundsätze, die der Ratgebende selbst beherzigt." Wo steckt hinter diesen Zahlen das viel beschworene "empowerment" der Frauen? Nur die konsequente gleichberechtigte Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen der Gesellschaft kann langfristig zu einem Umdenken führen - Frauen machen die Hälfte der Menschheit aus und es steht ihnen die volle Macht dieser Hälfte zu!

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