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Bericht über radioaktive Belastung von Mineralwasser durch Radium 226

Schriftliche Anfrage von Helmuth Markov an die Kommission vom 12. Februar 2000

Derzeit bestehen nach verschiedenen Medienberichten große Unsicherheitenn unter der deutschen Bevölkwerung über angebliche gesundheitsgefährdende, hohe Strahlendosen in Mineral- und Tafelwasser verschiedener Marken aufgrund eines hohen natürlichen Vorkommens des Isotops Radium 226.

1. Sind der Kommission wissenschaftliche Untersuchungen bekannt oder durch sie veranlasst worden, die die Konzentration von radioaktiven Stoffen in Lebensmitteln zu ermitteln und zu bewerten versuchten und die insbesondere einen Zusammenhang zwischen der Strahlenbelastung und einem erhöhten Krebsrisiko erkennen lassen?

2. Ist der Kommission bekannt, dass es in Deutschland (im Unterschied zu anderen EU-Mitgliedsstaaten) keinen Richtlinien und Grenzwerte für die Konzentration von Radium 226 in Mineral- und Tafelwasser gibt? Wenn ja, sieht die Kommission hier Handlungsbedarf auf gesamteuropäischer Ebene?

3. Ist der Kommission bekannt, dass es technische Lösungen gibt, den Gehalt an natürlichem Radium 266 in Wasser zu senken (Filter), diese aber in Deutschland aufgrund der "Mineral- und Tafelwasserverordnung" nicht zur Anwendung gebracht werden dürfen? Sieht die Kommission eine Notwendigkeit, hinsichtlich einer europäischen Regelung der technischen Behandlung bei der Gewinnung und Herstellung von Mineralwasser tätig zu werden?

4. Käme für die Kommission eine Erweiterung der Lebensmittelkennzeichnungspflicht auch für radioaktive Isotope in Betracht?

Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)