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  • Christel Fiebiger

Erklärung der Kommission zur MKS

Redebeitrag von Christel Fiebiger am 3. April 2001 in Strassburg

Die letzten Wochen haben gezeigt, dass sich die Maul und Klauenseuche rasant zu einer weltumspannenden Seuche auszuweiten droht.

Die in Großbritannien grassierende Seuche und das Übergreifen auf das Festland machem deutlich, dass der Seuchenzug mit der bisherigen Seuchenstrategie offensichtlich nicht aufgehalten werden kann.

Die europäische Kommission forderte nach dem ersten Auftreten von MKS das schlachten der Lämmer und brennende Scheiterhaufen als -diese und keine andere Bekämfungsmetode von MKS in die nationalen Entscheidungen aufzunehmen.

Ein großes politisches Abenteuer so meine ich ,da die Folgekosten und deren ökomische Nutzen nur schwer zu erklären sind. Auf die Ökonomie zu setzen wäre hier der richtige Weg.

Das Impfen in den ersten Tagen des Ausbruchs von Maul- und Klauenseuche hätte viel Geld, aber vor allen auch persöhnliches Leid erspart. Schätzungswiese 200.Mio. Nutztiere werden jedes Jahr in die Union gekauft und verkauft.

Eine Rückverfolgung dieser Handlungsketten in der notwendig schnellen Zeitfolge ist immer mit zu großen Unsicherheiten verbunden. Schon in normalen Jahren ohne BSE oder MKS - Krise sind die Fehlerqoten hoch . Die gemeinsame Agrarpolitik ist nun mal ein großer schwerfälliger Dampfer der einmal in Fahrt gekommen nicht so leicht zu stoppen ist. Deshalb wäre es notwendig gewesen für die Bekämpfung von MKS mehere in der Praxis durchführbare Alternativen anzuwenden. Die jetzige Form ist Mittelmaß und Unvernunft.

Durch Imbargo ist der europäische Markt faktisch abgeriegelt.

Der Rindfleischverbrauch ist um die Hälfte gesunken.

Die Preise sind in den Keller, und dadurch fällt die Rindfleischproduktion für die Zahlung der monatlich Löhne völlig aus.

Existenzen und Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, im Ernährungsgewerbe und in den Vorleistungsbereichen stehen auf dem Spiel.

Das alles in einen sogenannten Aufbauprogamm wieder zu recht zu pflicken ,wird Jahre dauern, schließlich wird kein Rind über Nacht produziert.

Deshalb ist es eine berechtigte Forderung im Haushalt der Kommission einen Fond für Tierseuchen nicht in einen Haushaltsjahr , sondern über 2-3. Jahre aufzunehmen.

Die Impfung muss Europaweit wieder als normales Instrument der Seuchenbekämpfung genutzt werden Sicherzustellen ist dabei natürlich, dass geimpfte Klauentiere und deren Produkte verkehrsfähig sind, also ohne Handelsbeschränkungen vermarktet werden können.

Für den Verbraucher bestehen dabei keinerlei Auswirkungen.

Mit Nachdruck sind Test zu entwickleln, mit denen geimpter Tiere von infizierten Tieren unterschieden werden können.

Dann sollte es der Kommission auch leichter fallen, den Nationlstaaten die Mitbestimmung im Seuchenschutz und in der Bekämpfung wieder mehr Freiraum zuzugestehen.

Der Preis den der Bauer zahlt, wird schwer zu verkraften sein wesentlich unbürokratiescher müssen die Antrage der Bauern auf finziellen Ausgleich abarbeitet werden.

Notwendige Entscheidungen zur Finanzierung der Maßnahmen entwickeln sich zu einem ewigen Gezerre zwischen EU, Ländern und den Gemeinde

Die finziellen Mittel sollen auf Antrag schnell ausgezahlt werden wobei die regionalen Vertretungen die Durchleitungen der Mittel übernehmen.

Meine Fraktion befürwortet ein Agrarmodell ,dass die Nachhaltigkeit fordert, das politisch sozial handelt, und umweltbezogen ist.

Meine Fraktion will eine Landwirtschaft, die innovativ und mordern ausgerüstet ist nach wissenschaftlichen Verfahren und anerkannten Technologien gesunde Lebensmittel produzieren kann.

Dafür sind Krisen ungeeignet zumal, wenn ein großer Anteil hausgebacken ist.

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