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"Skandalöse Unternehmensführung bei Osram in Molsheim: Stammbelegschaft soll zu Leiharbeitsbedingungen arbeiten"

Francis, Wurtz, scheidender Vorsitzender der Linksfraktion im Europäischen Parlament GUE/NGL: "Lohnkürzungen, Kündigungen und innerbetriebliche Erpressung - die Beschäftigten in Europa müssen zusammenhalten, was wir jetzt brauchen ist internationale Solidarität."
Die Europaabgeordneten der Linksfraktion GUE/NGL Gabi Zimmer, Thomas Händel sowie Francis Wurtz organisierten heute ein Treffen mit Vertretern der Belegschaft von Osram in Molsheim sowie deren Anwalt Ralph Blindauer im Europäischen Parlament in Brüssel. Die Beschäftigten in Molsheim sollen auf 12,5% ihres Entgelts verzichten, weitere Einschnitte sind geplant. Als sich die Beschäftigten dagegen wehrten reagierte die Geschäftsleitung mit 108 Kündigungen. Ein Teil der Belegschaft zog gegen diese Entscheidung vor Gericht - das Urteil wird morgen verkündet. "Der Skandal ist", so Gabi Zimmer, "dass die Belegschaften in Frankreich und Deutschland gegeneinander ausgespielt werden. Die Beschäftigten in Molsheim sollen künftig noch weniger verdienen, damit sie billiger sind als Leiharbeitskräfte in Deutschland."
Die Linksfraktion hatte bereits vergangene Woche auf die skandalösen Erpressungsversuche der Geschäftsführung von Osram in Molsheim aufmerksam gemacht und will nun helfen, ein Treffen von Gewerkschaftsvertretern von verdi und der IG Metall sowie den Osram-Beschäftigten in Berlin, Augsburg und Molsheim zu organisieren. Bisher wisse man jedoch nicht, wer von den geplanten Stellenstreichungen auf deutscher Seite betroffen sein wird - die Stammbelegschaft bei Osram und Siemens, oder Angestellte einer Subunternehmerfirma. Thomas Händel sagte: "Letztlich kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier die Stammbelegschaft erpresst und in Leiharbeitsbedingungen gezwungen werden soll."

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