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Stoppt den Genozid an den Jesiden

Die Autonome Region Kurdistan im Nordirak liegt in unmittelbarer Nähe zur Front des IS. Die Europaabgeordnete Cornelia Ernst war als deutsche Vertreterin einer Delegation aus vier Europaabgeordneten vom 8.-11. Januar vor Ort.

"Irakisch-Kurdistan ist die einzige Region, in die Angehörige der verschiedenen Minderheiten, wie Christen, Jesiden, Shabak, flüchten können. Auch wenn es dort an allem Nötigen fehlt, kann dies kaum genug gewürdigt werden. Die fast 2 Millionen Geflüchteten in Irak müssen dringend internationalen Schutz erhalten, nur so kann ihr Überleben wirklich gesichert werden."

Besonders Angehörige der Minderheiten werden gezielt vom IS verfolgt. Das Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres, Cornelia Ernst, sprach mit Augenzeugen und mit Angehörigen von Opfern verschiedener Massaker: "Der IS legt es klar darauf an, nicht nur Einzelne zu töten, sondern gezielt ganze Minderheiten auszurotten. Besonders sind die Jesiden betroffen. Dieser Genozid, und um nichts anderes handelt es sich hier, muss gestoppt werden. Gezielt werden Frauen und Kinder geraubt. Frauen werden vergewaltigt, versklavt und verkauft, die Jungen dagegen zu Gotteskriegern gemacht. Dies richtet sich eindeutig gegen die Existenz und den Fortbestand ganzer Ethnien."

In vielen Fällen versuchen die Angehörigen der gekidnappten Frauen in höchster Not, diese zurück zu kaufen. Cornelia Ernst weiter: "Die Frauen sind schwerst traumatisiert, wenn sie zu ihren Familien zurückkehren. Sie haben dringend professionelle Hilfe nötig, die sie im Irak einfach nicht erhalten können. Ich fordere, dass diesen Frauen der Aufenthalt in Europa ermöglicht wird, damit sie hier bei uns die nötige medizinische und psychologische Behandlung bekommen können."

Im Rahmen der Reise standen Treffen mit Vertretern der kurdischen Regionalregierung, Besuche von Dörfern verschiedener Minderheiten sowie von Flüchtlingslagern auf dem Programm.

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