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Menschenwürdige Arbeit überall in Europa

Heute ist der internationale "Tag der Guten Arbeit" - Thomas Händel nimmt die EU-Kommission beim Wort.

Thomas Händel

Der 7. Oktober ist der Welttag der menschwürdigen Arbeit. Thomas Händel (DIE LINKE.), Vorsitzender des Beschäftigungs- und Sozialausschusses im Europäischen Parlament (EMPL), fordert die EU-Kommission auf, ihre Versprechen wahr zu machen: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort. Das fordern wir ein!" Soziale Mindeststandards und gleiche Rechte müssten überall in Europa für sämtliche Beschäftigten gelten, so Händel. "Es gibt viel zu tun. Durch die Arbeit der Troika in den vergangenen Jahren wurden in 20 von 28 EU-Mitgliedsstaaten das Arbeits- und Sozialrecht und die Rechte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erheblich eingeschränkt. Diese Politik ist gescheitert. Diese Politik muss ein Ende haben."

Gerade für Griechenland, wo die Neufassung von individuellen und kollektiven Arbeitsrechten ansteht, gelte dies besonders, so Thomas Händel. EU-Sozialministern Marianne Thyssen hatte am Dienstag bei einer Aussprache über Mobilität der Arbeitskräfte und soziale Rechte von einem "besser funktionierenden und fairen europäischen Arbeitsmarkt" gesprochen, Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker "mehr Gerechtigkeit" angemahnt.

Thomas Händel: "Die Botschaft höre ich wohl... aber nun müssen auch Taten folgen. Nicht nur am ,Tag der guten Arbeit'. Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort. Wir fordern die soziale Fortschrittsklausel, damit sichergestellt ist, dass soziale Schutz- und Arbeitnehmerrechte im Recht der Europäischen Union den gleichen Stellenwert haben wie die Dienstleistungsfreiheit und der Binnenmarkt."

 

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